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Regierung mahnt: "Höchste Achtsamkeit"

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Steigende Corona-Zahlen - Regierung mahnt: "Höchste Achtsamkeit"

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Mehr Tests, neue Quarantäne-Regeln: Die Regierung kündigt eine Corona-Strategie für die kalte Jahreszeit an und mahnt zur "Vorsicht" bei weiteren Öffnungsschritten.

Kanzlerin Angela Merkel vorbildlich mit Schutzmaske.
Vorbildlich mit Schutzmaske: Kanzlerin Merkel (Archiv)
Quelle: Michael Kappeler/dpa/Archivbild

Die Bundesregierung ruft angesichts steigender Coronavirus-Infektionszahlen zu "höchster Achtsamkeit" auf. "Es kommt aktuell vermehrt zu Ansteckungen und Übertragungen innerhalb Deutschlands", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Politik und Bürger hätten es nun in der Hand, "ob sich die Infektionszahlen wieder unkontrolliert ausbreiten". Deutschland sei "in einer Phase der Pandemie, in der sich entscheiden wird, wie wir in diese Winter- und Herbstmonate hineingehen". Zugleich gebe es in Nachbarländern teils noch ein deutlich höheres Infektionsgeschehen.

"Große Vorsicht" bei weiteren Öffnungsschritten

Seibert betonte nach Regierungsberatungen mit Kanzlerin Angela Merkel, dass neben dem Einhalten von Hygienevorgaben "große Vorsicht" bei weiteren Öffnungsschritten angebracht sei.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) strebt mit Blick auf einen befürchteten Infektionsanstieg im Herbst die Einrichtung zahlreicher sogenannter Fieberambulanzen und -sprechstunden an. Das teilte er auf einer Pressekonferenz mit.

Er setze darauf, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen solche zentralen Anlaufstellen für Patienten mit Atemwegssymptomen anbieten, hatte Spahn zuvor der Düsseldorfer "Rheinischen Post" gesagt. Diese Ambulanzen sollten im Herbst "idealerweise flächendeckend zugänglich sein".

Das Virus ist hier der Spielverderber, nicht wir.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)

Neue Corona-Teststrategien und Quarantäne-Regeln

Zudem solle in Absprache mit den Bundesländern ab Mitte Oktober neue Teststrategien und Quarantäne-Regeln für den Winter gelten, kündigte Spahn weiter an. Die Neuaufstellung der Teststrategie sei bereits im Gange, auch seien die Testkapazitäten enorm hochgefahren worden.

Allein in den vergangenen vier Wochen sei etwa ein Drittel aller Tests in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie gemacht worden. Für die Risikogruppen soll es laut Spahn eine eigene Strategie geben. So sollten präventive Reihentests in den sensiblen Bereichen wie etwa Pflegeheimen ein fester Bestandteil der Teststrategie für Herbst und Winter werden, sagte der Minister der "Rheinischen Post".

Fester Bestandteil der Teststrategie sollten zudem Antigen-Schnelltests werden. "Das wäre ein qualitativer Schritt nach vorne."

Spahn: besorgt wegen Infektionszahlen in Österreich, Frankreich, Niederlanden

Spahn zeigte sich besorgt angesichts der steigenden Infektionszahlen in Ländern wie Österreich, Frankreich und den Niederlanden. Deutschland sei aber gut aufgestellt: "Wir sind deutlich besser vorbereitet auf alles was kommen kann, als wir es im Frühjahr waren", sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk.

In Deutschland seien derzeit immer noch mehr Intensivbetten frei, als Frankreich und Italien zusammen insgesamt hätten. Zudem sei die Belegung besser zu steuern als noch zu Jahresbeginn.

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