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Zahlreiche Staaten lockern Corona-Auflagen

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Blick in die Welt - Zahlreiche Staaten lockern Corona-Auflagen

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Viele Staaten gewähren ihren Bürgern allmählich wieder mehr Freiheiten im Alltags- und Wirtschaftsleben. Bleibt die Coronavirus-Pandemie trotzdem unter Kontrolle?

Gleich mehrere Staaten lockern ab heute ihre Corona-Auflagen: Österreich öffnet alle Geschäfte, Spanier dürfen nach sieben Wochen Quarantäne ihre Häuser wieder verlassen.

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Die Maskenpflicht wird gelockert, Sport im Freien gestattet, Geschäfte öffnen: Nach wochenlangem Stillstand wegen der Corona-Pandemie rücken einige Staaten vorsichtig von ihren strengen Beschränkungen im Alltagsleben ab. Ein Blick auf die Entwicklungen in einigen Ländern:

Österreich

Von diesem Samstag an dürfen alle Geschäfte sowie viele Dienstleistungsbetriebe wie Friseure wieder öffnen. Es gelten aber weiter Hygiene-Vorschriften. So soll möglichst ein Mindestabstand von einem Meter eingehalten und ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

In einem ersten Schritt waren am 14. April alle Bau- und Gartenmärkte sowie kleine Geschäfte geöffnet worden. Als nächste Schritte sind die Öffnung von Lokalen und Restaurants Mitte Mai sowie von Hotels Ende Mai geplant.

Österreich hebt aufgrund der weiter günstigen Entwicklung in der Corona-Krise die Ausgangsbeschränkungen auf. Ab dem 1. Mai sei lediglich der Mindestabstand einzuhalten.

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Spanien

Weil die Infektionszahlen seit Wochen stetig zurückgehen, wird die strikte Ausgangssperre gelockert. Ab diesem Samstag dürfen die Spanier erstmals nach sieben Wochen wieder spazieren gehen oder im Freien Sport treiben. Es gibt jedoch örtliche Bewegungsbeschränkungen, und der Ausgang wird mit unterschiedlichen Zeitfenstern für Erwachsene, ältere Menschen und Kinder gestaffelt. Mit einem Vier-Phasen-Plan soll Ende Juni eine "neue Normalität" erreicht werden.

Italien

Auch hier werden die seit fast zwei Monaten geltenden strengen Ausgangssperren gelockert. Ab Montag dürfen die Menschen wieder zum Sport oder zum Spazierengehen nach draußen. Auch fahren Industrie und Bauwirtschaft langsam wieder ihre Produktion hoch. Die meisten Geschäfte müssen allerdings noch geschlossen bleiben. Restaurants und Bars dürfen bis Juni nur einen Lieferservice anbieten. Frisörsalons bleiben weiterhin geschlossen, so auch Hotels. Wann sie wieder aufmachen, ist vollkommen unklar. Die Regierung hatte die Menschen im ganzen Land am 10. März unter Quarantäne gestellt.

Diese Woche berichtet das auslandsjournal in einem weiteren Spezial "Corona global" unter anderem über den Stillstand der Traumfabrik in Hollywood, die Situation in Italien und Südafrikas harten Kampf gegen das Virus.

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Frankreich

Die Ausgangsbeschränkungen im Land sollen vom 11. Mai an schrittweise gelockert werden. Kleinere Museen sollen ab 11. Mai wieder Besucher empfangen können - große Museen wie der weltberühmte Louvre in Paris werden ihre Türen wohl nicht vor September wieder öffnen. Die Strände Frankreichs bleiben generell bis mindestens 1. Juni für die Öffentlichkeit geschlossen. Eine klare Ansage für Hotels und Camping-Plätze gab es zunächst nicht.

Erst Ende Mai will die Regierung Frankreichs bekanntgeben, ob im Juni auch Cafés, Restaurants und Bars wieder öffnen können.

Mit einer raschen Rückkehr zum normalen Leben wird aber nicht gerechnet. Frankreich ist stark von der Covid-19-Pandemie betroffen, mehr als 24.000 Menschen starben.

Frankreich erlebt seit Beginn der Ausgangssperre eine Welle der Solidarität. Zahlreiche Freiwillige erleichtern anderen das Leben, indem sie für sie einkaufen gehen, Kuchen backen für Krankenhäuser oder Online-Nachhilfe geben.

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Bulgarien

In Bulgarien ist das Tragen einer Schutzmaske draußen nicht mehr obligatorisch. Die Menschen können sich nun im Freien, in Parkanlagen, auf Straßen und an Bushaltestellen ohne Mund-Nase-Schutz aufhalten. Die Maskenpflicht gilt aber bis zum 13. Mai weiter in Bussen und Bahnen, Läden und Kirchen. Dann soll auch ein zweimonatiger Ausnahmezustand enden.

Tschechien

Hier beschleunigt die Regierung ihren Lockerungs-Fahrplan für die Corona-Maßnahmen erneut. Vom 11. Mai an dürfen die Kulturinstitutionen des Landes wieder öffnen, aber maximal 100 Menschen gleichzeitig einlassen. In den Museen, Galerien, Theatern, Kinos und Konzertsälen müssen Mindestabstände zwischen den Besuchern eingehalten werden. Ab dem 11. Mai dürfen auch Veranstaltungen wie Hochzeiten, Sportevents und Gottesdienste mit bis zu 100 Teilnehmern stattfinden. Friseursalons dürfen öffnen, sofern die Mitarbeiter Mundschutz und Schutzvisier tragen.

Slowakei

Tausende im Ausland arbeitende slowakische Alten- und Krankenpfleger müssen nach dem Grenzübertritt nicht mehr wie bisher für 14 Tage in eine staatliche Quarantäne-Einrichtung, sondern können direkt zu ihren Familien fahren. Dafür müssen sie allerdings einen negativen Test auf das Coronavirus nachweisen. Die meisten der zumeist weiblichen Altenbetreuungskräfte arbeiten in einem Rhythmus, der vorsieht, dass sie nach 14 Tagen Arbeit im Ausland für 14 Tage nach Hause fahren.

Ein Computermodell des Coronavirus

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Dänemark

Die Polizei in Kopenhagen lässt ein Aufenthaltsverbot für eine beliebte Gegend in der dänischen Hauptstadt auslaufen. Die Maßnahme für die Zone am Wasserufer im Stadtteil Islands Brygge werde über den Freitag hinaus vorerst nicht verlängert, teilte die Kopenhagener Polizei mit.

Stattdessen wolle man die Bürger der Stadt auf andere Weise dazu bringen, im Kampf gegen das Coronavirus Abstand zu halten und sich nicht mit mehr als zehn Menschen am selben Ort aufzuhalten: Dazu sollen unter anderem Areale mit einer Größe von gut 40 Quadratmetern markiert werden, in denen jeweils maximal zehn Menschen sein dürfen. In Islands Brygge gibt es am Wasser lange Grünflächen und ein Hafenbad, auch die Uni ist nicht weit entfernt.

In Dänemark sind seit Mitte April die ersten Lockerungen in Kraft. Unter anderem sind Kindertagesstätten und Grundschulen geöffnet, zudem dürfen Friseure, Schönheitssalons und Fahrschulen wieder öffnen.

Israel

Von diesem Sonntag an öffnen hier die Schulen wieder schrittweise. Zunächst sollten die Grundschulen die ersten bis dritten Klassen vor Ort unterrichten sowie die weiterführenden Schulen die beiden höchsten Klassenstufen.

Kindergärten und Kitas sollten sich auf eine geplante Öffnung vom 10. Mai an vorbereiten. In Israel beginnt die Arbeitswoche sonntags. Die restlichen Klassenstufen sollen spätestens vom 1. Juni an wieder in den Schulen unterrichtet werden.

China

Mehr als drei Monate nach der Schließung wegen des Ausbruchs des neuen Coronavirus in China sind der Kaiserpalast in Peking und die Große Mauer wieder für Besucher geöffnet worden. Auch Parks und Museen öffneten am Freitag ihre Tore. Eintrittskarten mussten über das Internet bestellt werden. Die Zahl der Besucher wurde stark begrenzt. Der auch Verbotene Stadt genannte Kaiserpalast lässt nur 5.000 Besucher täglich zu - früher waren 80.000 erlaubt. Städtische Parks erlauben nur 30 Prozent der üblichen Besucherzahlen.

USA

In den USA haben Texas und mehrere andere Bundesstaaten ihre Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gelockert. In Texas wurde Restaurants, Kinos und Einzelhändlern am Freitag erlaubt, in begrenztem Umfang wieder zu öffnen. Auch andere, mehrheitlich von Republikanern regierte Bundesstaaten wie Alabama, Idaho, Iowa und Maine lockerten die Maßnahmen.

Die USA haben den begrenzten Einsatz des Wirkstoffs Remdesivir bei Covid-19-Patienten gestattet. Erste Tests hatten gezeigt, dass das Mittel die Genesungsdauer verkürzt.

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Örtlich kam es in Texas zu Protesten von Demokraten, die die Lockerungen für verfrüht und leichtsinnig halten. In Staaten ohne Lockerungen gab es indes Proteste gegen die anhaltenden Beschränkungen. US-Präsident Donald Trump - ein Republikaner - dringt selbst auf eine schnelle Wiedereröffnung der Wirtschaft.

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