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"Wir sollten nicht undiszipliniert werden"

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Steinmeier zu Corona-Lockerungen - "Wir sollten nicht undiszipliniert werden"

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Jetzt, wo bei Corona so viel geschafft ist, dürfen wir nicht nachlassen - so der Appell des Bundespräsidenten. Steinmeier lobte auch den Zusammenhalt unter Nachbarn in der Krise.

Frank-Walter Steinmeier
Mahnt zum Durchhalten: Frank-Walter Steinmeier
Quelle: epa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier appelliert an die Menschen im Land, trotz Lockerungen der Corona-Beschränkungen vernünftig zu bleiben. Er plädiere weiterhin dafür, dass sich die Menschen an die Hygieneregeln halten.

 "Selbstverständlich sind anderthalb Meter Abstand und die Gesichtsmaske lästig, das weiß ich auch", so Steinmeier. "Aber gerade jetzt, wo wir so weit gekommen sind und es miteinander geschafft haben, die Infektionskurve abzuflachen, sollten wir jetzt nicht undiszipliniert werden, sondern Stück für Stück die Lockerungen vornehmen."

Steinmeier: Haben bei Corona Großartiges geleistet

Es müsse Acht gegeben werden, nicht in einen Wettbewerb einzutreten, der möglicherweise die Vernunft beiseite schiebe, die bisher miteinander gezeigt worden sei. Im Land sei in den vergangenen Wochen Großartiges geleistet worden:

Wir haben eine gute medizinische Versorgung und eine neugierige ehrgeizige Wissenschaft erlebt, vor allem konnten wir uns auf eine große Mehrheit von Menschen im Land stützen, die eingesehen hat, das Vorsicht geboten ist und das Regeln eingehalten werden müssen.

In den ersten Wochen der Corona-Krise seien viele Entscheidungen auch von Angst getrieben gewesen, weil niemand gewusst habe, was möglicherweise passieren werde. Deswegen seien Kontaktverbote zum Teil strikt durchgesetzt worden bis dahin, dass Reisen selbst innerhalb des Landes nicht möglich waren.

Bundespräsident würdigt Nachbarschaftshelfer

Anlässlich des "Tags der Nachbarn" würdigte Steinmeier außerdem Nachbarschaftsinitiativen und -hilfen. Gerade in den vergangenen Wochen habe sich gezeigt, wie wichtig gelebte Nachbarschaft sei. Es gebe viele Menschen, die "über den Tellerrand hinausschauen" und sich um Menschen kümmerten, die auf Hilfe angewiesen seien.

Annette Rießner erfüllt als "Lebendige Jukebox" gegen einen kleinen Obolus Musikwünsche von Nachbarn und Passanten.

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Er wolle "Danke sagen, bei Menschen, die im Kleinen Großes geleistet haben", indem sie beim Einkauf halfen, den Hund ausgeführt, bei Schulaufgaben geholfen oder vor den Balkonen Konzerte gegeben haben.

"Alles das hat, das dürfen wir überhaupt nicht unterschätzen, vielen die schwierige Zeit in den vergangenen acht Wochen zumindest etwas erträglicher gemacht." Dies zeige auch:

Abstand halten bedeutet nicht, Nähe zu verlieren.

Vielleicht gelinge es so, in den Nachbarschaften eine neue Nähe aufzubauen, die es vor Corona-Zeiten so gar nicht gegeben habe.

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