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Trump wälzt Verantwortung auf Gouverneure ab

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Corona-Tests in den USA - Trump wälzt Verantwortung auf Gouverneure ab

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Der Streit zwischen einigen US-Bundesstaaten und dem Präsidenten schaukelt sich hoch. Derweil rückt ein zweites Milliarden-Hilfspaket in greifbare Nähe.

US-Präsident Trump hält während einer Pressekonferenz im Weißen Haus die Hände in abwehrender Geste in die Höhe.
In der Selbstwahrnehmung unfehlbar: US-Präsident Trump.
Quelle: ap

Bei seiner beinahe täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus hat US-Präsident Trump die Verantwortung für Tests in der Corona-Krise den Gouverneuren der Bundesstaaten zugeschoben. Die Gouverneure "wollten bei der Öffnung totale Kontrolle über ihre Staaten haben, aber jetzt wollen sie, dass wir, die Bundesregierung, die Tests ausführen", sagte er.

Tests "sollten eine lokale Angelegenheit" sein. Es gebe jede Menge Test-Kapazitäten, die von den Gouverneuren nur nicht genutzt würden. US-Vizepräsident Mike Pence versprach bei der Pressekonferenz, dass die Testkapazitäten ausgeweitet würden. Man werde mit den Gouverneuren zusammenarbeiten.

Sehen Sie in diesem Beitrag, wie sich der Konflikt zwischen Trump und den Gouverneuren zuspitzt:

US-Präsident Trump attackiert zuständige Gouverneure in Bundesstaaten, in denen strenge Maßnahmen gelten. Diese sagen, der Präsident sei "entgleist". Zudem heizt er Proteste gegen die Maßnahmen weiter an. Die Lage in den USA wird derweil dramatischer.

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Derweil verteidigte er die von ihm selbst angeheizten Proteste gegen Schutzmaßnahmen wegen der Corona-Pandemie in mehreren US-Bundesstaaten und lobte die Demonstranten als "großartige Menschen". Sowohl republikanische als auch demokratische Gouverneure beklagen indes einen Mangel an flächendeckenden Tests, die jedoch Voraussetzung für die von Trump angestrebte schrittweise Wiedereröffnung der Wirtschaft sind.

Die Testkapazitäten als Problem Nummer eins

Das Fehlen von Tests sei von Anfang an das Problem Nummer eins gewesen, sagte der republikanische Gouverneur von Maryland, Larry Hogan, am Sonntag dem Sender CNN. Die Kapazitäten seien immer noch "nicht annähernd dort, wo sie sein sollten".

Er fügte hinzu: "Zu versuchen, das abzuwälzen, zu sagen, dass die Gouverneure viele Tests haben und einfach zur Arbeit schreiten sollten, dass wir irgendwie unseren Job nicht machen, das ist einfach absolut falsch."

Ein Computermodell des Coronavirus

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Indes haben sich US-Regierung und Kongress am Sonntag einer Vereinbarung über ein Corona-Hilfspaket im Umfang von bis zu 450 Milliarden Dollar angenähert, wie beide Seiten meldeten. "Wir kommen einem Abkommen nahe", so Trump. Damit soll ein stark nachgefragtes Kreditprogramm für Kleinunternehmen ausgebaut werden, zudem sollen rund 75 Milliarden Dollar für Krankenhäuser und etwa 25 Milliarden Dollar für Tests auf das Virus Sars-CoV-2 bereitgestellt werden.

Wie der US-Präsident sein Land schrittweise wieder öffnen will, erfahren Sie in diesem Beitrag:

US-Präsident Trump hat in einem Drei-Phasen-Plan vorgestellt, wie die Einschränkungen durch das Coronavirus gelockert werden sollen. Der Plan betrifft besonders die Wirtschaft.

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Milliardenhilfe für Kleinunternehmen geplant

In der Vorlage sind laut Finanzminister Steve Mnuchin rund 300 Milliarden Dollar für Kleinunternehmen vorgesehen, die wegen der Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerieten. Das bestehende Programm wurde so stark nachgefragt, dass nach fast 1,7 Millionen bewilligten Krediten am Donnerstag bereits die finanzielle Obergrenze erreicht worden war, während Tausende Kleinunternehmen noch auf Hilfe hoffen.

In den USA gibt es nach einer Übersicht der Johns Hopkins-Universität rund 760.000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus - mit Abstand mehr als in jedem anderen Land der Welt. Mehr als 40.000 Menschen starben bereits an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19.

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