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Coronavirus: Zwei Menschen in NRW gestorben

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Erste Todesfälle in Deutschland - Coronavirus: Zwei Menschen in NRW gestorben

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Erstmals sind in Deutschland zwei Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Es handelt sich um eine 89-Jährige aus Essen und einen 78 Jahre alten Mann aus Gangelt.

Nach den ersten Todesfällen in Folge des Coronavirus in Deutschland gab es am Nachmittag eine Pressekonferenz zu den Einzelheiten. Peter Böhmer berichtet aus Düsseldorf.

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In Deutschland sind erstmals zwei Menschen gestorben, die mit dem Coronavirus infiziert waren. Beide Todesfälle wurden in NRW gemeldet - das Bundesland ist mit etwa 500 der bislang mehr als 1.100 Corona-Infektionen in Deutschland besonders stark betroffen.

Corona-Patient aus Gangelt starb an Herzversagen

Bei dem Todesopfer aus dem Kreis Heinsberg handelt es sich nach Angaben von Landrat Stephan Pusch um einen 78-jährigen Mann aus Gangelt. Er habe sich vergangenen Freitag in einem Krankenhaus in Geilenkirchen gemeldet und sei am Sonntag an Herzversagen gestorben. Der Mann habe unter Vorerkrankungen wie Herzproblemen und Diabetes gelitten.

Im Kreis Heinsberg sind laut Behörden 15 Menschen in stationärer Behandlung, darunter seien keine Kinder oder Jugendlichen. Fünf Patienten würden auf der Intensivstation behandelt, sagte Landrat Pusch bei einer Pressekonferenz am Abend. Insgesamt seien im Kreis bis zum Abend 323 Infektionen nachgewiesen worden.

Das Todesopfer aus Essen ist eine 89-jährige Frau, die seit Anfang März in der dortigen Universitätsklinik behandelt wurde. Sie sei am Montagmittag an einer Lungenentzündung in Folge der Coronavirus-Infektion gestorben, wie die Stadt Essen mitteilte. Am Sonntag war bereits ein 60-jähriger Feuerwehrmann aus Hamburg in Ägypten am Coronavirus gestorben.

NRW-Gesundheitsminister: Lage "sehr ernst nehmen"

Die ersten beiden Todesfälle mit dem Coronavirus in Deutschland zeigen nach Ansicht von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU): "Wir müssen die Situation sehr ernst nehmen". Mit Bestürzung habe er vom Tod der beiden Patienten erfahren. "Meine Gedanken sind bei den Angehörigen.

In Nordrhein-Westfalen war der erste bestätigte Fall am 25. Februar bekannt geworden. Nachgewiesen wurde es zuerst bei einem 47-jährigen Mann aus Gangelt im Kreis Heinsberg und seiner 46-jährigen Frau. Beide hatten zuvor eine Karnevalssitzung in ihrem Heimatort besucht. Die Ehefrau ist außerdem Erzieherin in einem örtlichen Kindergarten.

Um das Virus einzudämmen, standen Hunderte Karnevalisten und ihre Familien vorübergehend und vorsorglich unter häuslicher Quarantäne, außerdem Kinder und Personal des betroffenen Kindergartens - insgesamt waren es rund 1.000 Menschen.

Weltärztebund: "Deutschland aktuell gut aufgestellt"

Im Kampf gegen das Virus sieht der Chef des Weltärztebundes Deutschland aktuell gut aufgestellt. "Unser Gesundheitswesen, unsere Prävention, unsere Erkennung dieser Maßnahmen funktioniert. Das deutsche Gesundheitswesen ist hervorragend ausgerichtet", sagte Frank Ulrich Montgomery im ZDF-"Morgenmagazin". "Wir kriegen das hin!"

Die Entwicklung der Corona-Fälle weltweit:

Weltkarte mit angegebenen Corona-Fällen

Nach der Empfehlung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vom Sonntag sollten alle Veranstaltungen in Deutschland mit mehr als 1.000 Teilnehmern abgesagt werden. Damit werden auch Spiele ohne Zuschauer etwa in der Fußball-Bundesliga wahrscheinlicher. Derartige Entscheidungen müssten jedoch die lokalen Gesundheitsbehörden treffen.

Es gibt bislang weder eine schützende Impfung noch eine spezielle Therapie zur Behandlung der durch das neue Coronavirus verursachten Erkrankung Covid-19. Die meisten Infizierten haben nur eine leichte Erkältungssymptomatik mit Frösteln und Halsschmerzen, die binnen weniger Tage verschwindet, oder gar keine Symptome. Etwa 15 von 100 Infizierten erkranken schwer, betroffen sind vor allem ältere Menschen oder solche mit Vorerkrankungen.

Aktuelle Entwicklungen zum Coronavirus hier im Blog:

Coronavirus-Illustration.

Corona aktuell -
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