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Donald Trumps Corona-Infektion - "Er wird den Amerikanern näher sein"

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Die Corona-Infektion von US-Präsident Trump hat erneut die Spaltung in dem Land deutlich gemacht. Während die einen ihn feiern, sehen sich die anderen von ihm im Stich gelassen.

Viele sind nach wie vor der Meinung, ihr Glaube schütze sie vor dem Virus.

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Seit Donald Trump wegen seiner Coronavirus-Erkrankung im Krankenhaus behandelt wird, versammeln sich etliche Unterstützer vor den Klinik-Toren. Sie sind fest überzeugt, Trump werde nun ein noch besserer Präsident sein.

"Nichts kann uns aufhalten" und "Gott schützt uns" rufen die Trump-Fans vor dem Walter Reed Medical Center in Washington, D.C. Nachdem der Präsident getwittert hat, dass er am Montag wieder ins Weiße Haus zurückkehren werde, wird der Jubel nur noch lauter. Es herrscht Party-Stimmung. 

Trump-Anhänger sehen positive Aspekte

Sie leugnen das Virus plötzlich nicht mehr, mehr Menschen als sonst tragen nun eine Maske, doch bei weitem nicht alle. Auf die Frage, ob Trump das Virus lange unterschätzt habe, sind sich die Menschen hier einig, er habe stets nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Sie wollten nun nach vorne schauen und die Corona-Erkrankung des Präsidenten als etwas Positives sehen.

ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen berichtet, dass US-Präsident Trump Mittel eingenommen habe, die seine Covid-Erkrankung nur unterdrückten. Laut Experten bestehe die Gefahr, dass die Krankheit erneut voll ausbreche. Und dass Trump weiter ansteckend bleibe.

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"Ich glaube, wenn er das überstanden hat, wird er eine Verbindung fühlen zu den Hunderttausenden Amerikanerinnen und Amerikanern, zu den Millionen, die an dem Virus erkrankt sind", meint Israel, der mit seiner Freundin Alice Selfies vor dem Krankenhaus macht. Trump werde den Amerikanern näher sein als vorher, als er diese "Erfahrung" noch nicht gemacht hat, meinen sie. 

Verschwörungstheorien und der Glaube an Gottes Gnade

Es kursieren die wildesten Theorien darüber, wieso sich nun auch der Präsident mit Covid-19 angesteckt hat. Jim Morris, der seit Sonntag in einem Hotel in der Nähe schläft, um hier vor dem Krankenhaus seine Unterstützung für Trump zu zeigen, meint: "Ich glaube, dass ein Maulwurf ins Weiße Haus geschleust wurde oder es mit seiner Hilfe im Weißen Haus verbreitet wurde, damit Trump und seine Familie sich anstecken, um sie zu entfernen, daran glaube ich." Die Frage, ob er denn Beweise dafür habe, verneint er. 

Dass US-Präsident Donald Trump mit seinem Verhalten Schuld an seiner Corona-Infektion ist, wollen viele seiner Anhänger nicht akzeptieren. Lieber basteln sie an Dolchstoß-Legenden.

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Viele sind nach wie vor der Meinung, ihr Glaube schütze sie vor dem Virus. "Ich persönlich bin nicht wirklich beunruhigt, weil ich weiß, wo ich nach meinem Tod sein werde", meint Susan. Gott sei größer als irgendeine Krankheit oder ein Virus.

Danielle ist eine Stunde lang mit ihren Kindern hierher gefahren, damit sie auf einer Genesungskarte vor dem Krankenhaus unterschreiben können. "Wir haben eine biblische Sicht auf die Dinge, das lehren wir auch unseren Kindern, wer immer regiert, sollte geehrt werden, egal ob wir diese Meinung teilen oder nicht." Gottes Wort steht hier über allem und allen.

Auch Trump-Gegner vor dem Krankenhaus

Ein paar wenige Trump-Gegner sind auch gekommen. Als Jason im Vorbeifahren gesehen hatte, dass niemand gegen Trump protestiert, kam er wieder, um zu zeigen, dass es auch Menschen in diesem Land gibt, die nicht hinter Trump stehen.

Sein Freund Graham Hamlin Beight, selbst im März an Corona erkrankt, ist enttäuscht von der US-Regierung. "Ich sehe nicht, dass Trump mich darauf vorbereitet, gewarnt oder auch nur irgendwie davor geschützt hat. Es ist hart sich nun um das Leben von jemanden zu sorgen, der sich nicht um deines gesorgt hat.“

So zeigt sich an diesem Tag erneut, die aktuelle Spaltung in diesem Land. Zwei Parteien, zwei Lager, zwei Meinungen und wenig Dialog miteinander. 

Ein Modell eines Körpers mit Organen.

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