ZDFheute

Trump will Einschränkungen bis Ostern lockern

Sie sind hier:

Anti-Coronavirus-Maßnahmen - Trump will Einschränkungen bis Ostern lockern

Datum:

Die Angst vor der Rezession geht im Weißen Haus um: Donald Trump will die Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie lockern - und das möglichst noch vor Ostern.

Ausgangssperren und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise führen in den USA zu Diskussionen über die eingeschlagene Vorgehensweise. US-Präsident Donald Trump will nicht zulassen, "dass die Maßnahmen schlimmer sind als das Problem".

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Viele Länder verschärfen im Kampf gegen das Coronavirus ihre Maßnahmen, US-Präsident Donald Trump ist offenbar schon einen Schritt weiter und denkt bereits wieder an die Lockerung der Corona-Einschränkungen. "Man kann ein Land zerstören, indem man es dicht macht", sagte Trump dem konservativen Nachrichtensender Fox News. Durch eine "massive Rezession oder Depression" drohten "mehr" Menschen zu sterben als durch die "Grippe", womit der Präsident vermutlich das Coronavirus meinte.

"Ich würde es lieben, das Land bis Ostern wieder geöffnet und in den Startlöchern zu haben", sagte Trump. Der Ostersonntag ist dieses Jahr am 12. April - und damit in rund zweieinhalb Wochen. Ein solcher Zeitplan sei "absolut möglich", sagte der Präsident. "Unser Land will zurück an die Arbeit." Die Menschen müssten dann aber selbstverständlich weiterhin das "social distancing" praktizieren und sich beispielsweise nicht die Hand geben.

Trump: Corona-Maßnahmen schlimmer als Virus

Trump hatte sich zuletzt zunehmend frustriert über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Maßnahmen im Anti-Coronavirus-Kampf gezeigt. Um eine Ausbreitung der Pandemie zu verhindern, wurden in zahlreichen US-Bundesstaaten Ausgangsbeschränkungen verhängt und nicht dringend benötigte Geschäfte geschlossen. Die wirtschaftliche Aktivität ist teilweise zum Erliegen gekommen.

Trump hat zuletzt wiederholt erklärt, die Maßnahmen dürften nicht gravierendere Folgen haben als die Coronavirus-Pandemie selbst. Die Maßnahmen seien schlimmer als das Problem, sagte er nun.

Wir verlieren jedes Jahr Tausende Menschen durch die Grippe. Wir machen das Land nicht deswegen dicht.
US-Präsident Trump

Auch durch Autounfälle würden viel mehr Menschen uns Leben kommen - trotzdem werde die Autoindustrie nicht aufgefordert, keine Autos mehr zu bauen.

Sorge um "Millionen Jobs" in Corona-Krise

Durch die "Grippe" werde eine bestimmte Zahl an Menschen sterben, sagte Trump mutmaßlich mit Blick auf das Coronavirus. "Aber wir werden mehr Menschen verlieren, wenn wir das Land in eine massive Rezession oder Depression stürzen." Sollten US-Unternehmen wie der Flugzeugbauer Boeing Pleite gehen, könnten "Millionen Jobs" verloren gehen. Es könnte dann allein durch Suizide "Tausende" Tote geben.

Das Coronavirus breitet sich derzeit in den USA rasant aus. Inzwischen wurden bislang fast 50.000 Infektionen und mindestens 600 Todesfälle bestätigt. Experten warnen, dass den USA das Schlimmste noch bevorstehen dürfte.

Sehen Sie im Video, wie sich die USA auf Corona vorbereiten:

In New York verbarrikadieren Ladenbesitzer ihre Geschäfte, während US-Präsident Trump eine Wiedereröffnung der Wirtschaft erwägt.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

WHO: USA bald schlimmer von Pandemie betroffen als Europa

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte, die USA könnten Europa bald als neues Epizentrum der Pandemie ablösen. "Wir sehen jetzt eine sehr starke Beschleunigung der Fallzahlen", sagte WHO-Sprecherin Margaret Harris. Die USA hätten "einen sehr großen Ausbruch und einen Ausbruch, der an Intensität zunimmt".

Der Gouverneur des besonders betroffenen Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, schlug angesichts der dramatischen Zunahme der Infektionszahlen Alarm. "Wir haben die Kurve nicht abgeflacht, die Kurve wächst an", sagte der Demokrat und sprach von "beunruhigenden und astronomischen Zahlen".

In New York steigt die Zahl der Corona-Infizierten dramatisch. 99 Menschen sind an den Folgen bereits im Bundesstaat New York gestorben. Es fehlt an Masken, Schutzausrüstungen und Beatmungsgeräten. Für 19 Millionen Bürger gelten jetzt strenge Regeln.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Corona-Maßnahmen bei US-Demokraten in Kritik

Derweil gingen im US-Kongress die Beratungen über ein gigantisches Nothilfepaket weiter, das einen Umfang von knapp zwei Billionen Dollar (rund 1,87 Billionen Euro) haben könnte. Die oppositionellen Demokraten hatten zuletzt wiederholt Verfahrensabstimmungen blockiert.

Sie bemängeln unzureichende Schutzmaßnahmen für Beschäftigte und eine fehlende Kontrolle darüber, wie Hilfen an in Not geratene Großkonzerne vergeben werden. Sie verlangen außerdem mehr Geld für Krankenhäuser, denen wegen der Pandemie eine dramatische Überlastung droht.

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

Coronavirus-Illustration.
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus -
Wie die Welt gegen das Coronavirus kämpft
 

Lockerungen, Suche nach dem Impfstoff, milliardenschwere Wirtschaftshilfen - verfolgen Sie alle Entwicklungen zum Coronavirus in Deutschland und weltweit im Liveblog.

Mehr Hintergründe zum Coronavirus

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

Jens Spahn am 06.08.2020 in Berlin

Bundesgesundheitsminister Spahn -
"Mit steigendem Risiko Testpflicht sinnvoll"
 

Für Gesundheitsminister Spahn hat das Coronavirus trotz steigender Infektionszahlen ein Ausmaß, mit dem man umgehen könne. Eine Testpflicht für Risiko-Urlauber will er …

Videolänge:
8 min
Ein Lufthansa-Jet in der Luft

Zahlen für zweites Quartal -
Lufthansa und der Flug ins Ungewisse
 

Die mittlerweile staatlich gestützte Lufthansa hat auch das zweite Quartal mit einem Milliardenverlust …

von Stephanie Barrett
Videolänge:
4 min
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.