Sie sind hier:

Trotz Rekord-Neuinfektionen - Trump spielt Corona noch immer herunter

Datum:

Es war erwartet worden, dass Trump seine überstandene Corona-Infektion für den Wahlkampf nutzen würde. Und so redet der US-Präsident ungeachtet steigender Zahlen die Gefahr klein.

Wahlkampf in den USA: Donald Trump
Quelle: Chris Seward/AP/dpa

Am vorletzten Wochenende vor der US-Präsidentenwahl verschärfen Amtsinhaber Donald Trump und Herausforderer Joe Biden ihren Kampf um Stimmen in Schlüsselregionen. Der in Umfragen zurückliegende Trump hielt am Samstag gleich drei Wahlkampfreden in North Carolina, Ohio und Wisconsin. Biden trat zweimal in Pennsylvania auf. Diese Bundesstaaten könnten den Ausgang der Wahl am 3. November entscheiden.

Auch insgesamt wird der Schlussspurt des US-Wahlkampfs von einem steilen Anstieg der Corona-Fälle begleitet. Mit mehr als 83.000 Neuinfektionen an einem Tag wurde ein Rekord aufgestellt. Mehr als 900 Amerikaner starben, die Gesamtzahl der Todesopfer überschritt die Marke von 224.000.

Trump verbreitet drei Versionen der Corona-Genesung seines Sohnes

Trump, dem viele Wähler in Umfragen nicht zutrauen, die Corona-Krise zu meistern, spielte die Pandemie auch im Angesicht der schlechten Zahlen konsequent herunter. In Anspielung auf seine Covid-19-Erkrankung verkündete Trump bei einem der Wahlkampfauftritte:

Ich hatte es, hier bin ich. Und jetzt sagen sie, dass ich immun bin.

Trump war unter anderem mit einem noch experimentellen Antikörper-Medikament behandelt worden, das er als "Heilmittel" bezeichnete. Bei jedem der Auftritte erzählte er zudem, dass sein 14-jähriger Sohn Barron schon kurz nach dem positiven Test von den Ärzten wieder für gesund erklärt worden sei. Trump gab bei den drei Reden drei Varianten zum Besten, wie schnell das ging: Nach 15 Sekunden, nach 15 Minuten und am nächsten Tag.

US-Präsident gibt Stimme ab -
"Ich habe einen Kerl namens Trump gewählt"
 

Zehn Tage vor dem offiziellen Wahltermin hat US-Präsident Donald Trump schon mal seine Stimme abgegeben. Auch Millionen andere Amerikaner nutzen die Möglichkeit.

Videolänge
1 min

Trump: Medien wollen mit Corona Angst verbreiten

Den Anstieg der Corona-Infektionen im Land führte Trump darauf zurück, dass mehr als früher getestet werde. "Wenn wir halb so viel testen würden, wäre die Zahl halb so hoch." Überhaupt werde in den Medien ständig über das Virus geredet. "Macht man den Fernseher an: 'Covid, Covid, Covid, Covid, Covid'", beschwerte sich der Präsident.

"Ein Flugzeug stürzt ab, 500 Leute sind tot, sie reden nicht darüber. Covid, Covid, Covid, Covid." Nach der Präsidentenwahl werde man davon nichts mehr hören, weil die Medien den Leuten nur jetzt Angst machen wollten, behauptete Trump. Bei seinen Auftritten standen dicht gedrängt tausende Anhänger, viele von ihnen trugen keine Masken.

Weniger als zwei Wochen vor der US-Wahl sind Präsident Donald Trump und sein Herausforderer Joe Biden bei einem TV-Duell aufeinandergetroffen. ZDFheute zeigt die Höhepunkte.

Beitragslänge:
10 min
Datum:

Biden wirft Trump Versagen bei Corona vor

Biden warf Trump erneut Versagen in der Corona-Krise vor, das Leben von Amerikanern gekostet habe. Er rief die Menschen dazu auf, Masken zu tragen. Biden appellierte an die Wähler:

Es wird ein düsterer Winter, wenn wir nicht unser Verhalten ändern. Und das alles, weil der Präsident sich mehr um den Aktienmarkt als um Euch Sorgen macht.

Anders als Trump sprach Biden vor Leuten, die wie in einem Autokino mit ihren Fahrzeugen zu den Wahlkampfevents kamen. Ihre Zustimmung drückten sie mit einem Hupkonzert aus. Bei einem der Auftritte gab Rockstar Jon Bon Jovi ein Mini-Konzert. Ein neuer Werbespot für Biden, der am Samstag Premiere hatte, wurde von Hollywood-Schauspieler Brad Pitt eingesprochen.

Obama geht mit Trump hart ins Gericht

Auch Ex-Präsident Barack Obama, dessen Vize Biden einst war, machte Wahlkampf für ihn in Florida. Obama ging mit Trumps Krisenmanagement in der Pandemie ebenfalls hart ins Gericht:

Er erkennt nicht einmal an, dass es ein Problem gibt.

Ex-Präsident Obama greift seinen Nachfolger Trump frontal an. Dieser zeigt sich unbeeindruckt.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Der Stabschef von Pence, Marc Short, ist nach seinem positiven Corona-Test unterdessen in Quarantäne, wie ein Sprecher des Vizepräsidenten in der Nacht zum Sonntag mitteilte.

Man sieht verschiedene Menschengruppen, also Cluster, die mit dem Corona-Virus (symbolisch) infiziert sind.

Nachrichten | Panorama -
Wie Corona-Cluster entstehen
 

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.