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Mitten in Corona-Pandemie - USA beenden Zusammenarbeit mit WHO

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Die USA beenden ihre Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation. Das hat Präsident Donald Trump angekündigt.

US-Präsident Donald Trump hat ein Ende der Zusammenarbeit seines Landes mit der Weltgesundheitsorganisation WHO verkündet. "Wir werden heute unsere Beziehung zur Weltgesundheitsorganisation beenden", sagte Trump am Freitag bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz im Weißen Haus.

Die von den USA der WHO bisher zur Verfügung gestellten Finanzmittel würden für andere globale Gesundheitsprojekte zur Verfügung gestellt, die dies verdienten.

Trump: WHO unter Kontrolle Chinas

Trump warf der WHO erneut vor, unter der Kontrolle der Regierung in Peking zu stehen, obwohl die USA ein Vielfaches der Beiträge Chinas bezahlten. Die UN-Sonderorganisation habe sich notwendigen Reformen verschlossen und sei eine Marionette Chinas. Die chinesische Regierung beschuldigte der US-Präsident, die Verbreitung des Coronavirus nicht verhindert zu haben.

Das habe zur Corona-Pandemie geführt, die inzwischen mehr als 100.000 Menschen in den USA das Leben gekostet hat. Im vergangenen Monat hatte Trump der WHO bereits einen Teil der US-Zahlungen gestrichen - und damit international Kritik ausgelöst.

WHO-Zentrale am 06.02.2020 in Genf

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194 MItgliedsländer sprechen WHO Vertrauen aus

Danach hatte Trump der WHO in der vergangenen Woche mit einem Austritt gedroht und der Organisation eine Frist von 30 Tagen für "wesentliche Verbesserungen" gesetzt. Anlässlich der WHO-Jahrestagung hatte er gedroht, andernfalls werde er die US-Zahlungen an die Organisation endgültig einstellen und die Mitgliedschaft der USA überdenken.

Tedros Adhanom Ghebreyesus am 10.02.2020 in Genf

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WHO ist sich breiter Unterstützung gewiss

Dagegen sprachen die 194 Mitgliedsländer der WHO der Organisation auf der Jahrestagung in Genf ihr Vertrauen aus. Auch die Direktorin für öffentliche Gesundheit bei der WHO, Maria Neira, sieht breite Zustimmung für das Corona-Krisenmanagement ihrer Organisation. Im Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur sagte sie:

Die meisten Länder unterstützen unsere Arbeit. Kritik kommt hauptsächlich aus den USA. Wir hoffen, US-Präsident Donald Trump noch mit Fakten von der wichtigen Rolle der WHO überzeugen zu können.
Maria Neira, Direktorin für öffentliche Gesundheit bei der WHO

Die WHO sei wichtig, weil sie weltweite Gesundheitsstrategien koordiniere und den Staaten Material, Informationen und Ratschläge liefere, sagte Neira. "Ohne die WHO würden derzeit Hunderte Labore weltweit nach einem Corona-Impfstoff forschen, ohne Informationen zu teilen oder Synergien zu bilden."

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