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"Wollen alle Rückreisenden erreichen"

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Gesundheitssenatorin Kalayci - "Wollen alle Rückreisenden erreichen"

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Die Angst vor einer zweiten Welle durch Urlauber wächst. Auslands-Rückkehrer sollen sich direkt testen lassen oder bis 72 Stunden nach Ankunft, so Berlins Gesundheitssenatorin.

Die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Dilek Kalayci, sagt zu den vorgesehenen kostenlosen Corona-Tests an Flughäfen: „Wir wollen möglichst viele Zurückreisende erreichen“. Zuletzt seien Reisende bei Tests zurückhaltend gewesen.

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Urlauber können sich künftig nach ihrer Ankunft in Deutschland auf das Coronavirus testen lassen: kostenlos und freiwillig. Das beschlossen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern heute. Die Tests soll es an Flug- und Seehäfen geben, aber auch an den Heimatorten der Rückkehrer. Das ist wohl auch eine Reaktion auf wieder steigende Corona-Fallzahlen.

Wann beginnen die Tests für Rückkehrer?

Entsprechende Teststellen sollen an den jeweiligen Flug- und Seehäfen eingerichtet werden und zwar "zügig", wie Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci im heute journal sagte. "In Berlin ist der Start schon nächste Woche."

Wer bezahlt die Tests?

Die Übernahme der Kosten ist durch die Bundestestverordnung geregelt. Dort ist festgelegt, dass für Reiserückkehrer aus den Risikogebieten "die Laborkosten von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden", erklärte Kalayci. Zusätzliche Kosten - etwa für Infrastruktur und Personal - übernehmen die Länder, fügte sie hinzu.

An deutschen Flughäfen können Heimreisende aus Risikogebieten künftig Corona-Tests machen. ZDF-Korrespondent Theo Koll erklärt, warum die Tests nicht verpflichtend sind.

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Was ist mit Reisenden aus Nicht-Risikogebieten?

Auch diese Urlauber können sich freiwillig und kostenlos testen lassen. Dies soll laut Kalayci aber nur für einen Zeitraum von 72 Stunden nach Ankunft gelten. Bei Reisenden "aus anderen Ländern, die nicht zu den Risikoländern gehören, wollen wir nicht vorrangig in den Flughäfen die Testungen vornehmen." Die Kostenübernahme soll aber gegeben sein: "bei niedergelassenen Ärzten oder weiteren Teststellen, die in den Ländern vorhanden sind."

Wieso werden Rückkehrer nicht verpflichtend getestet?

Kalayci erklärte, dass das Angebot der kostenlosen Tests mehr sei als eine Bitte. "Es bedeutet, dass wir auch wollen, dass die Rückreisenden sich testen lassen." Wegen der Kostenübernahme gehen die Gesundheitsminister fest davon aus, "den Anreiz, sich testen zu lassen, zu erhöhen. Wir wollen alle Rückreisenden erreichen."

"Ganz einfach - wer sich nicht testen lassen will, muss 14 Tage in Quarantäne", so Kalayci. Um das zu überwachen, werden Reisende aus Flugzeugen, Schiffen, Bussen und Bahnen verpflichtet, sogenannte Aussteigerkarten auszufüllen, "so dass wir eine Erfassung von den Reisenden haben". Zudem werde es stichprobenartige Prüfungen und Kontrollen mithilfe des Innenministeriums geben.

Droht die zweite Welle durch Urlaubs-Rückkehrer aus Risikogebieten? Was müssen deutsche Urlauber beachten? Wer zahlt für Tests? Wann ist Quarantäne angesagt? Dazu beraten die Fachminister aus Bund und Ländern. Drohen bald härtere Regeln?

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Auch für Reisende, die mit dem Auto heimkehren, soll es stichprobenartige Kontrollen geben. Dort solle auch Aufklärung über Quarantäne-Regelungen sowie über die neuen Testmöglichkeiten gegeben werden.

Warum kommt das Testsystem für Rückreisende erst jetzt?

Es sei zunächst wichtig gewesen - in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut - die entsprechenden Risikoländer zu identifizieren und zu benennen. Für diese Rückkehrer sei bereits frühzeitig über die Rechtsverordnung geregelt gewesen, "dass sie in Quarantäne gehen müssen und nur mit einem Negativ-Test diese Quarantäne beenden können."

Kalayci räumte aber ein, dass sich nicht alle Reisenden zurückmelden, weswegen es notwendig sei, die Maßnahmen nachzuschärfen. "Damit wollen wir einfach mehr Testungen von Reiserückkehrenden."

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