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Trumps Drei-Stufen-Plan zur Normalität

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Corona-Beschränkungen in den USA - Trumps Drei-Stufen-Plan zur Normalität

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Die Corona-Krise hat bislang 22 Millionen Amerikaner den Job gekostet: US-Präsident Trump will jetzt schnell die Beschränkungen lockern. Schließlich ist Wahljahr.

US-Präsident Donald Trump hat einen Drei-Stufen-Plan zur Lockerung der Beschränkungen in der Corona-Pandemie präsentiert. Über Umfang und Zeitpunkt des Inkrafttretens der Regeln entscheiden letztlich die Bundesstaaten.

Wir machen nicht alles auf einmal auf, sondern einen vorsichtigen Schritt nach dem anderen.
US-Präsident Donald Trump

Einen genauen Zeitplan beinhaltet der Drei-Stufen-Plan nicht. Die bisherigen Richtlinien der Regierung in Washington gelten bis zum 30. April. Der neue Stufenplan solle von den jeweiligen Bundesstaaten eingeleitet werden, wenn etwa die Zahl der Infektions-Fälle zwei Wochen lang rückläufig gewesen sei.

Ein Computermodell des Coronavirus

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Phase 1: Restaurants, Kinos und Kirchen können öffnen

In der ersten Phase werden die bisherigen Richtlinien nur leicht gelockert. Ansammlungen von mehr als zehn Menschen sollen weiterhin vermieden werden. Wer von zu Hause arbeiten kann, soll das weiter tun.

Wo das möglich ist, sollen Arbeitnehmer stufenweise an ihre Arbeitsstellen zurückkehren. Restaurants, Kinos und Gotteshäuser sollen nur öffnen, wenn ein Sicherheitsabstand zwischen Besuchern gewährleistet werden kann.

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Phase 2: Schulen wieder offen, Reisen erlaubt

In der zweiten Phase sollen Arbeitnehmer weiterhin zur Arbeit von zu Hause aus ermutigt werden. In Unternehmen sollen Gemeinschaftsbereiche, wo Menschen zusammenkommen, geschlossen bleiben.

Bei einer längeren Schließung droht den USA großer wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und gesundheitlicher Schaden.
US-Präsident Donald Trump

Besuche in Altersheimen und Krankenhäusern sollen weiter untersagt bleiben. Reisen, die nicht essenziell sind, sollen aber wieder möglich sein. Schulen sollen wieder öffnen.

Phase 3: Rückkehr zur Arbeitsstätte, Besuche im Altersheim erlaubt

In der dritten Phase sollen Arbeitnehmer wieder ohne Einschränkungen an ihre Arbeitsstellen zurückkehren, dann sollen auch wieder Besuche in Altersheimen und Krankenhäusern erlaubt werden.

Auch nach Phase 3 noch Einschränkungen

Gefährdete Bevölkerungsgruppen sollen aber weiterhin Abstand zu anderen Menschen einhalten. Personen, die nicht zu diesen Gruppen gehören, sollen erwägen, so wenig Zeit wie möglich in Menschenmengen zu verbringen.

Die Koordinatorin der Coronavirus-Taskforce des Weißen Hauses, Deborah Birx, und der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, sagten, man solle sich auf eine "neue Normalität" einstellen, auch nach Phase drei. Einige Einschränkungen, vor allem Distanz zu anderen zu halten, müsse möglicherweise bis Jahresende aufrechterhalten werden, wenn nicht gar länger.

Gouverneure koordinieren miteinander statt mit Washington

Wenige Stunden vor Trumps Ankündigung verlängerten die Gouverneure von sieben Bundesstaaten, darunter auch New York, ihre jeweiligen Maßnahmen bis zum 15. Mai. Zehn Bundesstaaten haben angekündigt, ihre Maßnahmen miteinander zu koordinieren, ohne die Regierung in Washington einzubeziehen.

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Trump nutzt Krisenregelung für Eigenwerbung

Im Wahljahr nutzt der Präsident die Regelungen auch gleich für ein bisschen Eigenwerbung: "Opening Up America Again" nennt er die Richtlinien, angelehnt an Trumps Wahlkampfslogan "Make America Great Again".   

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