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"Unser Pearl-Harbor-Moment"

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Coronavirus in USA - "Unser Pearl-Harbor-Moment"

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Die Corona-Zahlen in den USA steigen weiter an. Während Präsident Trump zum Gebet aufruft, sieht der höchste US-Gesundheitsbeamte in der Corona-Krise "unseren Pearl-Harbor-Moment".

Der Aufseher der US-Gesundheitsdienste, Jerome Adams
Der Aufseher der US-Gesundheitsdienste, Jerome Adams, warnte, dass auf die USA besonders schwere Tage zukämen.
Quelle: AP

US-Präsident Donald Trump hat die Amerikaner angesichts der verheerenden Corona-Epidemie aufgefordert, für Krankenschwestern und Ärzte zu beten. Die Mitarbeiter im Gesundheitswesens zögen jeden Tag trotz "enormer Gefahr" gegen das Coronavirus "in den Krieg", sagte Trump. "Es ist ein sehr harter Feind."

Trump: Mitarbeiter ziehen gegen Corona in den Krieg

Nur Stunden zuvor hatte der oberste Gesundheitsbeamte der USA, Surgeon General Jerome Adams, die Corona-Krise mit den schlimmsten Angriffen auf die USA in der jüngeren Geschichte verglichen: "Das ist unser Pearl-Harbor-Moment!"

Die Amerikaner sollten sich darauf einstellen, dass die Pandemie ähnliches Leid verursachen werde wie die Terroranschläge vom 11. September 2001 und der japanische Angriff auf den US-Stützpunkt Pearl Harbor 1941, der zum Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg führte, sagte Adams in der Sendung "Fox News Sunday":

Dies wird die härteste und traurigste Woche in den Leben der meisten Amerikaner. Das wird unser Pearl-Harbor-Moment, unser 9/11-Moment, nur dass er nicht auf einen Ort beschränkt ist.

Anthony Fauci: Schockierende Todeszahlen

Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, hatte die Amerikaner ebenfalls aufgefordert, sich auf schlimme Wochen einzustellen. Die Zahl der Toten in der kommenden Woche werde einige schockieren, aber das sei unausweichlich, bevor sich die Lage wieder bessere.

Das Virus werde möglicherweise nie ganz ausgelöscht sein und in der nächsten Grippesaison werde es eine zweite Welle geben, prophezeite Fauci, der Teil von Trumps Coronavirus-Taskforce ist. Besonders dramatisch ist die Lage in New York: Dort rechnen die Behörden mit täglich bis zu 850 Toten, das Virus breitet sich rasant aus, wie das ZDF spezial zeigt:

Beitragslänge:
11 min
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Auf die Frage, inwiefern solche Aussagen seinen Optimismus rechtfertigten, sagte Trump, im Grunde seien die beiden Einschätzungen gar nicht so verschieden. Auch er wisse, dass der Wendepunkt erst noch erreicht werden müsse. Er räumte ein, dass die kommenden zwei Wochen sehr schwer werden würden. Den bisherigen Opfern der Pandemie sprach er sein Beileid aus.

Dramatisch steigende Infektions- und Todeszahlen haben in den USA deutliche Folgen - hier Zahlen und Fakten dazu in Grafiken:

Ein Mann wird auf einer Trage in einen Krankenwagen geschoben

Grafiken -
So dramatisch ist die Krise in den USA
 

von Corinna Zander
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