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In welchen Bundesländern Veranstaltungen abgesagt werden

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Kein Konzert, keine Messe - In welchen Bundesländern Veranstaltungen abgesagt werden

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Viele Länder folgen der Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Wer macht mit? Ein Überblick.

Archiv: Staatsoper Berlin nach der Renovierung.
Betroffen ist auch die Staatsoper Unter den Linden mit 1300 Plätzen.
Quelle: Reuters

Angesichts der Ausbreitung des neuen Coronavirus sollen in mehreren Bundesländern Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen abgesagt werden. In einigen Fällen könnten sie auch ohne Zuschauer stattfinden.

Damit folgten die Länder Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der am Sonntag empfohlen hatte, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Eine generelle Schließung von Schulen und Kitas war zunächst in keinem Bundesland vorgesehen.

Nordrhein-Westfalen

Nach Auskunft des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministers Karl-Josef Laumann (CDU) ist der entsprechende Erlass des Bundeslandes für Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmern bindend und zeitlich nicht befristet. Die Landesregierung kündigte Überbrückungskredite für betroffene Firmen an.

Große Messen, Kongresse, Konzerte oder Sportveranstaltungen sollen nun zunächst abgesagt werden. Nach aktueller Erkenntnislage gebe es keine Schutzmaßnahmen, die einen geringeren Eingriff bei gleicher Wirksamkeit böten, erläuterte Laumann. Es müsse genau überlegt werden, was verzichtbar sei.

Baden-Württemberg

Auch in Baden-Württemberg sollen Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen verboten werden. Es werde eine bindende Verordnung auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes auf den Weg gebracht, kündigte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) an.

Für die Kommunen werde diese "als verbindliche Leitlinie dienen", sie müssen sich laut Ministerium an das Verbot halten.

Thüringen

Auch in Thüringen sollen vorerst keine Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern mehr stattfinden. Eine entsprechende Weisung sei am Dienstag an alle Kommunen gegeben worden, sagte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) in Erfurt. Zudem sollten Veranstaltungen mit 500 bis 1.000 Teilnehmern nach Prüfung nur im Ausnahmefall erlaubt werden.

Bremen

Die Stadt Bremen untersagt alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen. Veranstaltungen mit mehr als 250 Personen müssen beim Ordnungsamt angezeigt werden und bestimmte Auflagen erfüllen. Die entsprechende Verfügung des Ordnungsamtes solle ab Donnerstag und bis zum 26. März gelten.

Damit könne auch das Spiel Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen am kommenden Montag nur vor leeren Rängen stattfinden - "oder gar nicht", sagte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD). Die Landesregierung in Bremen hoffe immer noch darauf, dass die Deutsche Fußball Liga (DFL) den ganzen Bundesligaspieltag verschiebt.

Schleswig-Holstein

Auch Schleswig-Holsteins Landesregierung plant, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen zu untersagen. Das habe das Kabinett am Dienstag auf Vorschlag von Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) beschlossen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Der Erlass sollte noch am Dienstag auf den Weg gebracht werden. Die saarländische Landesregierung empfahl lediglich, Veranstaltungen mit über 1.000 Besuchern abzusagen.

Rheinland-Pfalz

Das Land Rheinland-Pfalz empfiehlt wegen des neuartigen Coronavirus die Absage von Großveranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 1.000 Menschen. In der Regel sollten diese bis mindestens Ende April nicht mehr stattfinden, teilte die Landesregierung am Dienstag mit.

"Veranstaltungen mit vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern können zu einer schnelleren Verbreitung des Virus beitragen, da eine Übertragung auf viele Personen möglich ist", hieß es zur Begründung. Sollten Veranstalter der Empfehlung nicht folgen, "ist zwingend die Abstimmung mit dem örtlich zuständigen Gesundheitsamt vorzusehen", teilte die Staatskanzlei mit.

Hessen

Auch die hessische Landesregierung empfiehlt die Absage aller Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern. Die Gefahr einer Virusübertragung bei großen Menschenansammlungen, "insbesondere in geschlossenen Räumen", lasse sich angesichts jüngster Entwicklungen nicht sicher beurteilen, teilte das Sozialministerium mit.

Bayern

Bayern hatte bereits am Montag Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen zunächst bis einschließlich 19. April untersagt. Für Veranstaltungen mit 500 bis 1.000 Personen sollen die Behörden eine Risikobewertung vornehmen. "Im Zweifel lieber absagen", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Bei Veranstaltungen unter 500 Personen soll es weiterhin die Entscheidungen jedes einzelnen sein, ob diese durchgeführt oder besucht werden.

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