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Wales macht dicht

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Lockdown startet - Wales macht dicht

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Wales verzeichnet pro Kopf mehr als doppelt so viele Corona-Neuinfektionen wie Deutschland. Mit einem Lockdown will das Land die Lage wieder in den Griff kriegen.

"Willkommen in Narberth" steht auf einem Schild gescxhriueben in der Nähe eines Plakats mit dem Hinweis "Stay Safe", aufgenommen wenige Stunden bevor in Narberth, Pembrokeshire, Wales, Großbritannien, ein Lockdown in Kraft treten soll.
Bis 9. November gilt in Wales ein Lockdown.
Quelle: Ashley Crowden/epa-efe/Shutterstock

Mit einer "kurzen, aber harten Feuersperre" will Wales die massiv steigenden Corona-Zahlen nach unten drücken. In dem britischen Landesteil gilt ab heute Abend 18 Uhr (19 Uhr MESZ) ein Lockdown für gut zwei Wochen. Bis zum 9. November heißt das für die rund drei Millionen Einwohner:

  • Handel: Nur Läden mit lebensnotwendigen Waren dürfen geöffnet bleiben - wie Supermärkte und Apotheken. Bekleidungsgeschäfte, Möbel- und Autohäuser nicht.
  • Gastronomie: Bars und Restaurants müssen schließen.
  • Schulen: Weiterführende Schulen müssen den Unterricht nach den Herbstferien online durchführen, Grundschulen und Kindergärten bleiben jedoch geöffnet.
  • Kontakte: Treffen zwischen verschiedenen Haushalten sind verboten.
  • Zu Hause bleiben: Die Menschen sind angehalten, soweit wie möglich zu Hause zu bleiben und wenn möglich dort zu arbeiten.

Regierungschef Mark Drakeford hatte am Montag verkündet: "Wir haben jetzt die schwierige Entscheidung erzielt, eine zweiwöchige Feuersperre zu verhängen, die am Freitag um 18 Uhr beginnt." Die Maßnahmen seien nötig, um Leben zu retten und das Gesundheitssystem vor einer Überlastung zu bewahren.

Karte: Großbritannien - Irland - Nordirland
Quelle: ZDF

Wales verzeichnete zuletzt eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 130 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland sind es gut 60.

Großbritannien gehört zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Mit mehr als 44.000 Corona-Toten weist es die höchste Opferzahl Europas auf.

Die britische Corona-Politik gleicht einem Flickenteppich. Die einzelnen Landesteile treffen ihre eigenen Regeln und auch innerhalb Englands herrscht Uneinigkeit.

Wie die britischen Landesteile und Irland auf die Corona-Pandemie reagieren.

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4 min
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Premier Boris Johnson schreckt vor einem landesweiten Lockdown zurück. "Der nationale Lockdown in der ersten Welle hat Großbritannien wirtschaftlich so hart getroffen wie kein anderes Land in Europa", sagt ZDF-London-Korrespondent Andreas Stamm. Noch würden die Folgen durch ein milliardenschweres Hilfsprogramm abgefedert. "Doch dem Finanzminister geht langsam das Geld aus."

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