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"Corona-App ist kein Freifahrtschein"

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Gesundheitsminister Spahn - "Corona-App ist kein Freifahrtschein"

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Die Corona-Warn-App ist online. Sie soll helfen, Covid-19-Infektionsketten schneller zu erkennen und effektiv zu unterbrechen. Trotzdem sei sie kein "Freifahrtschein", so Spahn.

Nach langem Tüfteln und einigen Verzögerungen steht nun die neue Corona-Warn-App zum freiwilligen Herunterladen bereit. Gesundheitsminister Spahn hofft, dass viele mitmachen.

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Die neue offizielle Corona-Warn-App, die seit vergangener Nacht zum Download bereit steht, kommt nach Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn passend zur Phase weiterer Corona-Lockerungen. Sie sei "kein Freifahrtschein, aber ein wichtiges weiteres Werkzeug in der Pandemie", sagte der CDU-Politiker bei der Präsentation der Anwendung in Berlin.

[Hier finden Sie die Links zum Download der Corona-App und weitere Informationen: Was Sie über die Corona-App wissen müssen]

Spahn: App ersetzt nicht vernünftiges Verhalten

Etwa auf Demonstrationen, in Bussen und Bahnen gebe es nun zunehmend "anonyme Nähe" zu anderen Menschen. Die App ermögliche dann Meldungen an Personen, die darüber sonst nie hätten informiert werden können. Spahn verwies auch auf die kommende Urlaubszeit, wenn sich deutsche Touristen im Ausland und bei Ferien im Inland träfen oder von Reisen zurückkehrten.

Die neue Corona-App passe auch angesichts der Lockerungen "gut in unsere aktuelle Lage", sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

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Der Minister betonte, die App ersetze nicht vernünftiges Verhalten und gegenseitige Rücksichtnahme. Es bleibe weiterhin wichtig, Abstand zu halten und in bestimmten Situationen Alltagsmasken zu tragen. Die neue Anwendung könne helfen, Kontaktpersonen schneller zu warnen - dabei sei jede Stunde ein Gewinn. Dies sei nun auch wichtig, um die momentan günstige Entwicklung der Infektionszahlen zu erhalten.

Spahn sagte zuvor im ZDF-Morgenmagazin, er wäre froh, wenn in den kommenden Tagen "viele Hunderttausende, idealerweise viele Millionen" die App herunterladen würden. "Jeder, der mitmacht, ist ein Gewinn für sich und andere." Jeder einzelne Schritt sei "freiwillig, und jeder Schritt ist gut geschützt".

"Lieber ein Test zu viel, als einer zu wenig"

"Was die App macht, ist zu informieren und einzuladen sich testen zu lassen", sagte Spahn. "Mir ist lieber ein Test zu viel, als ein Test zu wenig." Das sei wichtig, um das Virus einzudämmen und unter Kontrolle zu halten.

Je mehr Menschen die neue Corona-App nutzen, "desto mehr Erfahrungen kann man sammeln" und die App so optimieren, sagt der Virologe Dr. Martin Stürmer.

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Die App sei schon jetzt ein Erfolg, werde gut angenommen, es gebe eine große Resonanz. Sie sei als lernendes System angelegt. "Die App wird jeden Tag und jede Stunde besser werden." Fehlalarme könnten nicht zu 100 Prozent ausgeschlossen werden. Aber auch bei den Gedächtnisprotokollen wie sie zurzeit bei den Gesundheitsämtern angelegt würden, entstünden Lücken.

Seehofer: App erfüllt höchste Ansprüche

Spahn reagierte auch auf die Kritik bezüglich des Datenschutzes. Er betonte, dass alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der App freiwillig seien. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) betont ein hohes Datenschutz-Niveau. "Die Qualität der App ist auf einem sehr hohen Niveau, und damit erfüllt die App auch höchste Ansprüche, was den Datenschutz angeht", sagte Seehofer bei der Vorstellung der App in Berlin.

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