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EU-Gipfel - Scholz: "Höhe der Wiederaufbaufonds klären"

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Für den Wiederaufbaufonds für die Corona-Krise wurden bis zu 1,6 Billionen Euro gefordert. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) fordert beim EU-Gipfel darüber zu diskutieren.

"Das Kurzarbeitergeld hilft uns, die lange Zeit durchzustehen", so Finanzminister Olaf Scholz, SPD, nach dem Beschluss weiterer finanzieller Hilfen in der Corona-Krise.

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8 min
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Beim anstehenden EU-Gipfel wird es Vize-Kanzler Olaf Scholz zufolge vor allem um die Höhe des geplanten Wiederaufbaufonds nach der Corona-Krise gehen. Am Donnerstag müssten die Staats- und Regierungschefs der EU diskutieren, welche Mittel genau nötig seien, sagte der Bundesfinanzminister im ZDF-Morgenmagazin.

Die strittige Finanzierung des Fonds werde dann wohl erst später in einem zweiten Schritt geklärt. Scholz nannte - wie zuletzt schon Kanzlerin Angela Merkel - den mittelfristigen EU-Haushalt für die Jahre 2021 bis 2027 als bevorzugtes Instrument. "Dann finden sich auch Wege, wie man zum Beispiel dafür sorgen kann, dass wir am Anfang mehr Geld ausgeben können."

Refinanzierung über künftigen Haushalt

Die Refinanzierung würde über den Haushalt der Folgejahre erfolgen. "Das ist der beste Weg, den man dafür wählen kann." Gemeinsame Anleihen und eine gegenseitige Haftung für Schulden lehnt die Bundesregierung ab. Solche Euro-Bonds - aktuell auch Corona-Bonds genannt - fordern mehrere Länder aus dem Süden der EU.

Unsere Volkswirtschaft lebt davon, dass es anderswo läuft.
Finanzminister Olaf Scholz (SPD)

Auch extrem lang laufende Anleihen wurden vorgeschlagen, werden aber in Deutschland ebenfalls skeptisch gesehen. Bei der Höhe des Wiederaufbaufonds wurden bis zu 1,6 Billionen Euro gefordert.

Die Finanzminister der EU hatten zuletzt schon ein 500-Milliarden-Euro-Paket für schnellere Hilfen auf den Weg gebracht - mit Förderkrediten für Unternehmen, Kreditlinien für Regierungen und einem europäischen Kurzarbeitergeld. Daran soll der Fonds später anknüpfen. Das sei auch im eigenen Interesse, sagte SPD-Politiker Scholz. "Unsere Volkswirtschaft lebt davon, dass es anderswo läuft."

Die Bundesregierung hat wegen der Corona-Krise das größte Hilfspaket in der Geschichte der Bundesrepublik beschlossen. Auch die EU mobilisiert Milliarden im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

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ZDFheute Update

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