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Corona-Fallzahlen steigen - Wie Ärzte, Kliniken und Co. gerüstet sind

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Die Corona-Fälle steigen wieder deutlich. Kliniken, Hausärzte und Kommunen sehen sich für eine mögliche zweite Welle vorbereitet. Sorge bereitet die Sorglosigkeit vieler Bürger.

Archiv: Krankenpfleger bekleiden sich mit Schutzkleidung vor einem Krankenzimmer auf einer Intensivstation
Zuletzt waren etwa 9.000 freie Intensivbetten gemeldet, die zur Behandlung von Corona-Patienten eingesetzt werden könnten.
Quelle: dpa

Laut Ärzteverband Marburger Bund ist die zweite Corona-Welle schon da. Noch sind die Infektionszahlen nicht mit denen von März und April vergleichbar - doch was ist, wenn sie weiter steigen? Der Deutsche Städtetag sieht die Kommunen und staatlichen Einrichtungen viel besser vorbereitet als im Frühjahr. Tatsächlich werden etwa Testkapazitäten noch immer ausgebaut, und es ist auch mehr Schutzmaterial verfügbar. Sorge bereitet dagegen, dass die Bürger immer sorgloser werden. So ist die Lage - ein Überblick:

Schutzmaterialien:

Zu Beginn der Pandemie waren sie Mangelware, inzwischen wurden Masken und andere Schutzmaterialien gemeinsam mit Bund und Ländern laut Städtebund "in großem Umfang" beschafft. Auch der Landkreistag rechnet nicht mit Engpässen.

"Es ist erstaunlich und bedrohlich, dass die Zahlen so hoch sind", so der Virologe Uwe Liebert.

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Und auch in den Praxen der niedergelassenen Haus- und Fachärzte sei vorgesorgt worden, teilte die Kassenärztliche Bundesvereinigung mit. Der Verband verwies zudem auf die Erfahrungen, die während der ersten Phase der Pandemie etwa beim Aufbau von Testzentren und speziellen Corona-Praxen gemacht wurden. Diese könnten "jederzeit" wieder aktiviert werden.

Gesundheitsämter

Bei der Verfolgung von Infektionsketten nehmen Gesundheitsämter eine zentrale Rolle ein. Nach einer Umfrage des Städtetags haben die Behörden ihr Personal in der Corona-Krise deutlich aufgestockt, inzwischen aber auch teils wieder abgebaut. Die Kommunen zeigen sich optimistisch, dass sie bei Bedarf zeitnah nachsteuern können.

Sorge bereitet Experten ein nachlassendes Gefahrenbewusstsein in der Bevölkerung. Viele Menschen fühlen sich heute sicherer als noch vor einem Vierteljahr - das belegen Umfragen.

Wenig Abstand, keine Masken: Die Groß-Demo in Berlin gegen Corona-Maßnahmen hat eine Diskussion ausgelöst. Bundespräsident Steinmeier hat jetzt zu mehr Vorsicht aufgerufen.

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Krankenhäuser und Intensivbetten

Die Krankenhäuser haben laut Krankenhausgesellschaft Erfahrungen sammeln können, die im Falle steigener Fallzahlen hilfreich seien. Das betreffe die Zusammenarbeit von Kliniken, die Weiterbildung von Personal oder Abläufe. Isolierzimmer würden weiter freigehalten.

Bei den Intensivbetten bestehen noch Kapazitäten. Zuletzt waren etwa 9.000 freie Intensivbetten gemeldet. Das sind rund 42 Prozent der insgesamt rund 21.300 registrierten Intensivbetten.

Eine akute Überlastung für das Gesundheitssystem sieht auch das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) derzeit nicht. Das Institut berechnet, wie viel Zeit noch bliebe, bis die stationären Behandlungskapazitäten überschritten würden. Aktuell beträgt diese Vorwarnzeit 73 Tage.

Testkapazitäten

Die Testkapazität für sogenannte PCR-Tests wächst nach Angaben der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) kontinuierlich. Die ALM-Labore führen rund 85 Prozent aller Corona-Tests durch. Derzeit liegt die Testkapazität bei rund 985.000 Tests pro Woche. Nur gut die Hälfte der Kapazität (55 Prozent) wird aktuell in Anspruch genommen.

Wer aus einem Risikogebiet zurückkehrt, muss sich ab Samstag einem verpflichtenden Corona-Test unterziehen. Das hat Gesundheitsminister Jens Spahn am Vormittag bekannt gegeben.

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Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App soll helfen, Infektionsketten nachzuverfolgen und zu unterbrechen. Mit der neuesten Version der App sollten technische Probleme auf dem iPhone von Apple beseitigt werden. Die App wurde bisher rund 16,6 Millionen Mal heruntergeladen.

So geht die Corona-Warn-App.

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Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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