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Hubei: Sprunghafter Anstieg der Corona-Fälle

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China meldet 242 weitere Tote - Hubei: Sprunghafter Anstieg der Corona-Fälle

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Die Zahl der Corona-Toten in Chinas Provinz Hubei ist sprunghaft angestiegen. Das gleiche gilt auch für die Infektionen. Experten vermuten schon länger eine hohe Dunkelziffer.

Krankenpfleger im Schutzanzug bei Patienten
Mit dem Coroanvirus infizierte Patienten in einem Krankenhaus in Hubei.
Quelle: reuters

In der chinesischen Provinz Hubei gibt es doppelt so viele neu nachgewiesene Todesopfer durch das Coronavirus wie am Vortag. Die Zahl der neu nachgewiesenen Infektionen verzehnfachte sich in der besonders betroffenen Provinz sogar fast.

Wie die Behörden heute mitteilten, wurden in Hubei 242 neue Todesopfer registriert. Damit liegt die Gesamtzahl der Toten in der Provinz seit Ausbruch der Krankheit bei 1.310. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen stieg um 14.840 auf nun 48.208 bekannte Fälle. Am Vortag waren in Hubei 97 Todesopfer und 1.638 neue Infektionen gemeldet worden. Landesweit lagen  zunächst keine neuen Angaben über die Verbreitung des Virus vor.

Gesundheitskommission in Hubei ändert Zählweise

Allein durch die neuen Coronavirus-Infektionen in Hubei, wo die Lungenkrankheit in der Stadt Wuhan ursprünglich ausgebrochen war, ist die Gesamtzahl der Infektionen auf dem chinesischen Festland aber auf über 59.000 gestiegen. Wie die Gesundheitskommission der Provinz Hubei mitteilte, seien die Diagnose-Ergebnisse nach einer Untersuchung "überarbeitet" worden. Patienten seien gemäß der neuen Klassifikation hinzugefügt worden. Demnach würden seit Donnerstag auch Fälle "klinischer Diagnosen" in die Zahl der bestätigten Diagnosen aufgenommen.

Bisher halten sich die Coronafälle in der EU und Großbritannien in Grenzen. Forscher warnen aber vor einer Ausbreitung und einer möglichen Pandemie in Europa.

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Wie die Zeitung "China Daily" unter Berufung auf chinesische Experten berichtete, können Ärzte jetzt eine offizielle Diagnose stellen, die auf einer Kombination von Faktoren wie Lungenbildern und dem körperlichen Zustand des Patienten beruht. Bislang war demnach nur ein Testverfahren über Nukleinsäuren zugelassen, das aber viele eindeutige Erkrankungen erst nach drei oder vier Tests erkannt habe.

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Generell vermuten Experten eine sehr hohe Dunkelziffer. So sind die Möglichkeiten begrenzt, auf das Coronavirus zu testen. Ferner erscheint das sich wandelnde Berichterstattungssystem Chinas mit unterschiedlichen Definitionen der einzelnen Fälle besonders für lokale Stellen kompliziert. Die täglich berichteten Zahlen zeigen laut Experten somit eher die Fähigkeiten, Fälle zu identifizieren und zu melden, als das wirkliche Ausmaß der Epidemie. 

Kreuzfahrtschiff in Yokohama: Coronavirus-Infektionen steigen

Das Kreuzfahrtschiff «Diamond Princess» im Hafen von Yokohama.
Das Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" im Hafen von Yokohama. Wegen Coronainfektionen steht es unter Quarantäne.
Quelle: Sadayuki Goto/Kyodo News/AP/dpa

An Bord des unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes im japanischen Yokohama ist unterdessen bei weiteren 44 Menschen eine Infizierung mit dem Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium bekannt.

Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten an Bord auf 218. An Bord des Kreuzfahrtschiffes sind auch zehn Deutsche. Die Quarantäne gilt noch bis zum 19. Februar. Gesundheitsminister Katsunobu Kato gab jedoch bekannt, dass die Regierung Senioren mit chronischen Krankheiten früher von Bord gehen lassen werde als geplant, sofern sie negativ getestet wurden.

Bislang 16 Fälle in Deutschland

Derweil verschob die chinesische Sonderverwaltungsregion Hongkong erneut die Öffnung der Schulen. Neuer Starttermin ist jetzt der 16. März. Schüler sollen aber über das Internet unterrichtet werden. Weltweit sind außerhalb des chinesischen Festlands mittlerweile mehr als 500 Infektionen bestätigt, davon 16 in Deutschland. Für Gesundheitsminister Spahn ist die Lage "unter Kontrolle". 14 Fälle stehen in Zusammenhang mit dem bayerischen Autozulieferer Webasto.

Eine chinesische Mitarbeiterin hatte den Erreger bei einer Dienstreise eingeschleppt. Die beiden jüngsten Fälle in Bayern waren am Dienstagabend bekannt geworden. Es handelt sich um einen 49-jährigen Webasto-Mitarbeiter und ein Familienmitglied eines anderen Mitarbeiters. Webasto öffnete nach zweiwöchiger Schließung am Mittwoch wieder seine Firmenzentrale. Zudem war das Virus bei zwei Passagieren eines Rückholflugs der Bundeswehr von Wuhan nach Frankfurt festgestellt worden.

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