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Pride in Berlin und Budapest - Tausende protestieren für Gleichberechtigung

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Auch wenn es nach Party ausschaut, der CSD ist ein politisches Event. Auf den Straßen Berlins und Budapest haben sich Tausende für LGBTQ-Rechte stark gemacht.

Berlin, Christopher Street Day
Berlin, Christopher Street Day
Quelle: epa

Zehntausende Menschen haben an diesem Samstag in Berlin friedlich den Christopher Street Day (CSD) gefeiert - nach der Verlagerung ins Internet im vergangenen Jahr diesmal wieder auf den Straßen der Hauptstadt. Auch in Budapest wurde demonstriert. Dort hat sich die Lage für nicht-heterosexuelle Menschen in den letzten Monat verschärft.

Nach Angaben der Polizei gab es in der deutschen Hauptstadt rund 35.000 Teilnehmende. Die Parade führte unter anderem am Brandenburger Tor und der Siegessäule vorbei und fand unter strengen Hygieneauflagen wie Masken und Abstand statt.

Die Veranstalter erinnerten vor Ort immer wieder an die Corona-Regeln - die meisten Teilnehmenden hielten sich auch daran. Die Veranstalter hatten zudem dazu aufgerufen, auf Alkohol zu verzichten

Müller: Müssen gegen homophobes Denken gemeinsam kämpfen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) rief zur Solidarität mit verfolgten Schwulen, Lesben und Transgender auf. Zwar sei das heutige Berlin "weltoffen und liberal", jedoch sei auch in der "Regenbogenhauptstadt Europas" homophobes Denken und Handeln ein Problem, erklärte Müller. "Dem müssen wir uns gemeinsam entgegenstellen."

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In vielen anderen Ländern weltweit sei die Situation für die LGBTQ-Community deutlich schwieriger als hierzulande, selbst in Europa, fuhr Müller fort. Daher müsse auch an diejenigen Menschen gedacht werden, die bei ihrem Engagement für Gleichstellung und Respekt "in Kauf nehmen müssen, ausgegrenzt, verfolgt oder inhaftiert zu werden".

Heute feiern die Menschen den Christopher-Street-Day, doch in Ungarn fürchten viele eine noch stärkere Diskriminierung von Homosexuellen.

Beitragslänge:
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Ungarn demonstrieren gegen Orbans LGBTQ-feindliches Gesetz

Besonders im Fokus der Öffentlichkeit, was die Rechte der LGBTQ-Community betrifft, stand zuletzt Ungarn. Dort hatten am Samstag ebenfalls Tausende Menschen für die Rechte nicht-heterosexueller Menschen demonstriert.

Der alljährliche Marsch der Organisation "Budapest Pride" fand diesmal vor dem Hintergrund der Politik des rechtsnationalen Ministerpräsidenten Viktor Orban statt, die sich verstärkt gegen Homosexuelle und andere sexuelle Minderheiten richtet. Im Juni beschloss das Parlament auf Betreiben der Regierung ein Gesetz. Dieses sieht vor:

  • ein Verbot des Zugang von Informationen über nicht-heterosexuelle Lebensformen für Kinder - sei es im Schulunterricht oder über Publikationen.
  • ein Vervot von Werbung, in der Homosexuelle oder Transsexuelle als Teil der Normalität dargestellt werden.

Die EU-Kommission erwägt wegen dieses Gesetzes rechtliche Schritte gegen
Ungarn. Orban hat vor Kurzem ein Referendum angekündigt, bei dem die Ungarn über den Inhalt dieses Gesetzes abstimmen sollen. Zudem erließ der Regierungschef am Freitag eine Verordnung, in der dem ungarischen Staat verboten wird, EU-Corona-Hilfen anzunehmen, falls Brüssel deren Bewilligung von der Abschaffung des als LGBT-feindlich geltenden Gesetzes abhängig macht.

Protest gegen das Anti-LGTBQ-Gesetz in Budapest, Ungarn.

Aufklärung über LGBT verboten - Ungarns Parlament billigt homophobes Gesetz 

Während Ungarn im Fußballfieber ist, bringt die Orbán-Regierung ein umstrittenes Gesetz durchs Parlament. Kritiker verurteilen das Vorhaben als homophob und menschenverachtend.

von Wolf-Christian Ulrich
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