Sie sind hier:

Weltwirtschaftsforum startet : Davos: Diesmal ist alles ein bisschen anders

Datum:

Im schweizerischen Skiort Davos treffen sich erneut die Reichen und Mächtigen dieser Welt, um über die Zukunft zu beraten. Doch dieses Mal ist alles ein bisschen anders.

Den Auftakt machten EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und der chinesische Vizeministerpräsident Liu He. Die Folgen des Ukraine-Kriegs dominieren das Treffen in Davos.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Philipp Wilhelm ist ein interessanter Davoser. Gerade einmal 34 Jahre alt ist er: der erste sozialdemokratische Bürgermeister der Stadt. Das erstaunt ein wenig. Davos ist eigentlich berühmt als der Skiort der Globalisierungsgewinner, als Gastgeber der Mächtigen und Reichen des Weltwirtschaftsforums und weniger bekannt für eine starke Arbeiterbewegung.

Wilhelm selbst hat früher gegen das Forum und die Ungerechtigkeit in der Welt demonstriert.

Früher Demonstrant, heute Unterstützer

Wenn man ihn fragt, warum er vom Protestler zum Fan der Veranstaltung wurde, lacht er. Das Forum hätte sich geöffnet, erklärt er. Es würden auch Kapitalismus-Kritiker und NGOs eingeladen. Und so kommt es, dass sich Wilhelm über jeden der rund 300 Demonstranten freut, die auf den Straßen in Davos gegen das Forum wettern.

Vor Beginn des Weltwirtschaftsforums in Davos warnt die Hilfsorganisation Oxfam vor steigender Ungleichheit und fordert eine gerechtere Besteuerung von Vermögen und Übergewinnen.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Auf der Davoser Promenadenstraße versorgen normalerweise Metzger und Bäcker die Bevölkerung, locken Ski-Geschäfte die Touristen an. Doch während des Weltwirtschaftsforums verwandelt sich die Prachtstraße zum Zentrum des Kapitalismus.

Die Großkonzerne mieten für diese eine Woche die Geschäfte, Restaurants, und bauen sie zu kleinen Firmensitzen um. Abends treffen sich dort die Topmanager und Politiker, um über die Zukunft der Welt zu philosophieren, aber um sich vor allem auch um die eigene Zukunft zu kümmern.

Hunderttausende Euro für die besten Kontakte

Das Weltwirtschaftsforum kann sich rühmen, die größte Kontaktbörse für die ökonomische Elite zu sein.

Dafür zahlen die Teilnehmer viel Geld. Mehrere Zehntausend Euro für die einfache Mitgliedschaft und mehrere Hunderttausend Euro für eine privilegierte Partnerschaft, die einem wohl einen Platz auf dem Panel sichert.

Eine Oxfam-Studie zeigt, dass die Schere zwischen Arm und Reich durch aktuelle Krisen verstärkt wird. Über die genauen Zahlen berichtet Börsenexperte Frank Bethmann.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Überhaupt wird auf dem Forum viel gesprochen. Stolz verkünden die Veranstalter, dass mehr als 50 Regierungschefs kommen. Darunter auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD).

Bericht: Pessimistischer Blick in die Zukunft

Alle werden wohl eine Botschaft haben: Die Welt hat Temperatur. Der Global Risk Report, so heißt der Bericht des Weltwirtschaftsforums, liest sich düster. Gefahren für die Ernährung und für die Energieversorgung der Weltbevölkerung drohen "Jahrzehnte des Fortschritts" zunichtezumachen.

Der Bericht basiert auf Antworten von 1.200 Wissenschaftlern, Politikern und Risikomanagern. Die analysieren, dass gleich mehrere Krisen stattfinden: Klimakrise, Energiekrise, Wirtschaftskrise und dann noch der Krieg.

Beim Weltwirtschaftsforum gebe es die große Angst, dass wegen der akuten Krisen zu wenig gegen die mittelfristigen Probleme getan werde, so ZDF-Wirtschaftsexpertin Biedenkopf.

Beitragslänge:
3 min
Datum:

Gesichter der Wirtschaftselite haben sich geändert

Mit der kritischen Beschreibung der Weltlage stellt das Forum seinen Teilnehmern, die sich als Elite sehen, ein schlechtes Zeugnis aus. Vorbei sind die Zeiten, als das Forum breitbeinig mit Selbstbewusstsein daherkam. Jetzt geht es auch um Elitenversagen.

Auch die Stars sind andere. Früher feierte sich ein Jack Ma mit großen Auftritten. Der Alibaba-Gründer war einst der reichste Mann Chinas. Nun ist er von der Bildfläche verschwunden, weil er sich mit Chinas mächtigem Präsidenten Xi Jinping angelegt hat.

Der Ukraine-Krieg war auch im Sommer 2022 das bestimmende Thema beim letzten Weltwirtschaftsforum.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Die Ikonen der Wirtschaft dominieren nicht mehr so eindeutig das Forum - spätestens seit dem Ukraine-Krieg hat das Primat der Politik wieder mehr Gewicht.

Fokus auf die Ukraine

Und so wird vor allem ein Auftritt für Aufsehen sorgen: Die Frau des ukrainischen Präsidenten, Olena Selenska, will für ihr Land und für den Wiederaufbau werben. Ihr Mann Wolodymyr Selenskyj wird wohl nicht selbst kommen, sondern eine Videobotschaft zu Beginn schicken.

Der Auftritt der beiden vergegenwärtigt die veränderte Welt. Seit dem Krieg starren sich die Machtblöcke zwischen Autokratien und Demokratien feindlich an. Statt Globalisierung droht eine gespaltene Welt.

Archiv: Interview mit Klaus Schwab, dem Gründer des Weltwirtschaftsforums.

Beitragslänge:
6 min
Datum:

Dies widerspricht eigentlich dem Geist und der Vision des Weltwirtschaftsforums. Aber die Russen hat das Forum erst gar nicht eingeladen. Und die Chinesen reisen mit einer kleinen Delegation an.

In einem kleinen Schweizer Bergdorf trifft sich also wieder einmal die Welt. Seit mehr als 50 Jahren mit dem Wunsch, eine bessere zu schaffen. Diesmal scheint es besonders dringlich.

Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Zur Altersprüfung

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der ZDFmediathek.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Möglicherweise hast du einen Ad/Script/CSS/Cookiebanner-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert. Falls du die Webseite ohne Einschränkungen nutzen möchtest, prüfe, ob ein Plugin oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus.