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US-Präsidentenwahl - Große Angst vor "Little Mike"

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Mike Bloomberg nahm an keiner TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftskandidaten teil - dennoch holt er in Umfragen auf. Die Konkurrenten fahren daher nun die Krallen aus.

Auf dem Bild der demokratische Präsidnetschaftskandidat Mike Bloomberg bei einer Wahlkampfveranstaltung zu sehen. Milliardär Bloomberg wird von seinen Kontrahenten im Kampf um die  Präsidentschaftskandidatur kritiert, die Wahl kaufen zu wollen.
Der Ton gegenüber dem Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten Mike Bloomberg wird härter.

Bislang trat der frühere New Yorker Bürgermeister Mike Bloomberg im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten in erster Linie in selbst finanzierten TV-Spots auf. Bei den US-Vorwahlen in Iowa und New Hampshire trat er gar nicht erst an. Ebenso wenig präsent war der 77-Jährige bei den bisherigen TV-Debatten der Kandidaten.

Dennoch gewinnt der Milliardär vermehrt an Zustimmung und befindet sich auch in den Umfragen im Aufwind. Grund genug für die Konkurrenten, Bloomberg nun gezielter zu attackieren. Sie fordern: Der Milliardär müsse sich im Vorwahlkampf der US-Demokraten endlich auch persönlich dem Wettbewerb stellen.

Der Ton wird rauer im Lager der Demokraten

"Er denkt, er kann diese Wahl kaufen", sagte der Senator von Vermont, Bernie Sanders, über Bloomberg. Sanders unterstellt zudem, Bloomberg sei gelangweilt und habe deshalb entschieden, Präsident der USA werden zu wollen.

Ich habe eine Nachricht für Mr. Bloomberg - das amerikanische Volk hat es satt, dass sich Milliardäre Wahlen kaufen.
Senator Bernie Sanders

Bloomberg gilt als einer der reichsten Männer der Welt. Die Zeitschrift "Forbes" schätzt sein Nettovermögen auf ungefähr 50 Milliarden Dollar (45 Milliarden Euro), womit er Trumps geschätztes Vermögen von etwas mehr als drei Milliarden Dollar überträfe.

Bloomberg steckt Hunderte Millionen eigenes Geld in den Wahlkampf

Bloomberg hat bisher mehr als 417 Millionen Dollar (knapp 385 Millionen Euro) seines eigenen Vermögens ausgegeben - eine beispiellose Summe für einen Kandidaten während der Vorwahlen. Amy Klobuchar, Senatorin von Minnesota, wetterte gegen Bloomberg.

Sie warf ihm in der CBS-Sendung "Face the Nation" vor, eine genaue Prüfung durch die Öffentlichkeit zu vermeiden, indem er sich kritischen Fernsehinterviews und Debatten entziehe. Bloomberg könne sich nicht hinter dem Geld verstecken. "Ich denke, er muss zu den Shows kommen. Und ich persönlich denke, er sollte auf der Debattenbühne stehen", sagte Klobuchar.

Kandidaten der Demokraten bei der letzten Debatte vor Beginn der Vorwahlen

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Kritik am früheren politischen Kurs Bloombergs

Der frühere Vizepräsident Joe Biden deutete in der NBC-Sendung "Face the Press" an, er glaube, dass Bloomberg sich im Verlauf des Rennens noch für umstrittene Aussagen der Vergangenheit rechtfertigen müsse.

"60 Millionen Dollar können eine Menge Werbung kaufen, aber sie können die Aufzeichnungen nicht löschen", sagte Biden. Bloomberg wird immer vorgeworfen, früher umstrittene Polizeikontrollen, das sogenannte "stop and frisk", zu verteidigen, die sich vor allem gegen Schwarze und Latinos richteten.

Donald Trump nennt Bloomberg "Little Mike"

Auch US-Präsident Donald Trump wettert auf Twitter verstärkt gegen Mike Bloomberg. Er nannte ihn in Anlehnung an seine Körpergröße abfällig "Little Mike". Bloomberg konterte mit einem Tweet und reizte Trump mit den Worten: "Wir kennen die gleichen Leute in New York. Die lachen alle hinter Ihrem Rücken und verspotten Sie als Clown."

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Die verbalen Angriffe gelten als Zeichen, wie ernst Trump und die anderen Bewerber Bloombergs Antreten nehmen. In Nevada wird am Samstag gewählt. Bloomberg lässt mehrere Vorwahlen, auch die in Nevada, aus und steigt erst am 3. März zum "Super Tuesday" ein, wenn in 14 Staaten gewählt wird.

Sanders, der selbsterklärte demokratische Sozialist, gewann die Vowahl in New Hampshire und gilt auch in Iowa gemeinsam mit Buttigieg als Wahlsieger.

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