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Tag der Arbeit : DGB-Chef: "Nein zur massiven Aufrüstung"

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Gewerkschaftschef Reiner Hoffmann hat zum Tag der Arbeit vor militärischer Aufrüstung zulasten des Sozialstaats gewarnt. Energie etwa müsse für alle bezahlbar bleiben.

DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann
DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann
Quelle: Marius Becker/dpa/Archivbild

Zum Tag der Arbeit hat Gewerkschaftschef Reiner Hoffmann eindringlich davor gewarnt, den Militärhaushalt dauerhaft aufzustocken und den Sozialstaat zu vernachlässigen. In Berlin sagte er am Sonntag:

Deshalb sagen wir heute klar und deutlich Nein zu einer massiven Aufrüstung.
Reiner Hoffmann, DGB-Chef

Und weiter: "Wir brauchen dieses Geld für Zukunftsinvestitionen in die Transformation. Und wir brauchen es für die Leistungsfähigkeit unseres Sozialstaats." Militärische Friedenssicherung dürfe nicht zulasten des sozialen Friedens gehen.

Am Tag der Arbeit spricht Olaf Scholz auf einer Mai-Kundgebung in Düsseldorf über weitere Hilfen an die Ukraine, den Mindestlohn und Lohngerechtigkeit.

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13 min
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Hoffmann fordert unbürokratische Hilfe für Geflüchtete

Den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine verurteilte Hoffmann in seiner Rede zur zentralen Kundgebung am 1. Mai scharf. Die Ansprache wurde immer wieder durch Protestrufe aus der Menschenmenge unterbrochen, auf die Hoffmann aber nicht näher einging. "Wir fordern: Waffenstillstand jetzt!", sagte der DGB-Vorsitzende.

Er sicherte den Menschen in der Ukraine Solidarität zu und lobte die Hilfen für Menschen, die aus dem Kriegsgebiet nach Deutschland geflohen sind.

Jetzt kommt es auch darauf an, dass die Qualifikationen der Geflüchteten unbürokratisch anerkannt werden.
Reiner Hoffmann, DGB-Chef

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"Es ist gut, dass der Arbeitsmarkt allen Geflüchteten unabhängig von der Nationalität, unabhängig von der Hautfarbe offensteht." Ziel sei, dass die Menschen rasch Arbeit zu ordentlichen Bedingungen fänden.

Und ich warne alle Arbeitgeber, die meinen, Geflüchtete zu miesen Löhnen und grottigen Arbeitsbedingungen beschäftigen zu können.
Reiner Hoffmann, DGB-Chef

Die Opfer von Not und Elend des Kriegs dürften "nicht auch noch von skrupellosen Kapitalisten ausgebeutet werden".

Hoffmann: Arme Menschen stärker entlasten

Der Gewerkschafter kritisierte Forderungen von Arbeitgebern nach Lohnzurückhaltung bei den Tarifverhandlungen für zehn Millionen Beschäftigte in diesem Jahr. "In diesen Wochen werden 70 Milliarden Euro Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet", sagte Hoffmann. "Viele Unternehmen sind Krisenprofiteure und fahren satte Extragewinne ein, man schaue nur auf die Mineralölkonzerne. Das, liebe Kolleginnen und Kollegen, geht gar nicht."

Nötig seien anständige Tariflöhne und mehr Tarifbindung sowie eine Lohnuntergrenze, die vor Armut schütze. Das Entlastungspaket der Ampel-Koalition gegen die stark steigenden Energiepreise sei richtig, aber nicht ausreichend. Rentner müssten einbezogen und arme Menschen stärker entlastet werden, forderte Hoffmann.

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