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Dissident Ruhollah Sam - Iranischer Blogger hingerichtet

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Auf seiner Website hatte Sam mehrfach die iranische Führung kritisiert. Nun wurde der Regierungskritiker hingerichtet.

Im Iran ist der Regime-Kritiker und Blogger Ruhollah Sam hingerichtet worden. Ihm wurde unter anderem vorgeworfen, zu gewaltsamen Protesten gegen die Regierung aufgerufen zu haben.

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Der iranische Blogger und Dissident Ruhollah Sam ist am Samstag hingerichtet worden. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna wurde der 47-jährige Sam in Teheran gehängt. Die Justizbehörde in Teheran bestätigte Irna zufolge die Hinrichtung.

Auswärtiges Amt verurteilt Hinrichtung Sams

Sam war im Juni von einem Revolutionsgericht in Teheran zum Tode verurteilt worden. Das Urteil wurde diese Woche vom obersten Gericht bestätigt. Ihm wurde vorgeworfen, mit seiner Webseite "Amad News" Propaganda gegen die Führung im Iran betrieben und Menschen zu teilweise gewaltsamen Protesten provoziert zu haben.

Die Bundesregierung verurteilte die Hinricthung Sams scharf. "Wir sind schockiert über die Umstände, unter denen die Verurteilung erfolgt ist, besonders die vorausgehende Verschleppung aus dem Ausland", erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin.

Der Blogger wurde Medienberichten zufolge von iranischen Sicherheitskräften in das Nachbarland Irak gelockt, im Herbst vergangenen Jahres dort festgenommen und danach in den Iran gebracht. Seitdem hatte sich Sam bei mehreren Gerichtsterminen schuldig bekannt und um Vergebung gebeten.

Blogger hatte iranische Führung immer wieder kritisiert

Der Blogger hatte besonders die angebliche Wahlfälschung bei der Präsidentenwahl 2009 und der Wiederwahl von Mahmud Ahmadinedschad scharf verurteilt. Danach war er über Malaysia nach Frankreich geflohen.

Sam hatte auch mehrmals persischsprachigen Sendern im Ausland Interviews gegeben, in denen er stets die iranische Führung heftig kritisierte.

Hinrichtungen in Iran übliche Praxis

Laut Amnesty International gab es 2019 im Iran nach China die meisten Hinrichtungen, mindestens 251. Das wahre Ausmaß der vollstreckten Todesstrafen soll aber genau wie in China gar nicht bekannt sein.

Auch dem schwedisch-iranischen Wissenschaftler Ahmad-Reza Jalali droht im Iran die Hinrichtung. Er wurde 2016 auf einer Vortragsreise verhaftet und soll für Israel spioniert haben.

Dem schwedisch-iranischen Wissenschaftler Jalali droht in Iran die Hinrichtung. 2016 auf einer Vortragsreise verhaftet, soll er für Israel spioniert haben. Menschenrechtsaktivisten und Wissenschaftler protestieren und sprechen von grausamer Willkür.

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