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FAQ

Ehemaliger US-Präsident : Was macht eigentlich Donald Trump?

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Seit gut einem Jahr ist er nicht mehr Präsident. Aber Donald Trump ist noch immer nicht wegzudenken aus der US-Politik. Im Hintergrund zieht er weiter die Fäden. Ein Überblick.

Donald Trump spricht am 9.4.2022 in North Carolina, USA
Donald Trump will 2024 wieder US-Präsident werden.
Quelle: Reuters

Noch immer hält der ehemalige US-Präsident Donald Trump daran fest, die Wahl 2020 sei ihm "gestohlen" worden. Der Vorwurf aber, sein Kontrahent Joe Biden habe nur durch Betrug gewonnen, ist falsch und mehrfach widerlegt.

Gleichzeitig hat dieses Narrativ dafür gesorgt, dass Trump mit einem Paukenschlag aus dem Weißen Haus ausgeschieden ist. Am 6. Januar stürmten seine Anhänger und Anhängerinnen das Kapitol. Daraufhin verbannten Twitter und Facebook Trump von ihren Plattformen. Und die USA versuchen seitdem aufzuarbeiten, was da genau passiert ist. Politisch und juristisch.

Was macht Donald Trump seit der verlorenen Wahl?

Über die sozialen Netzwerke konnte Trump Millionen Menschen erreichen. Nachdem Twitter und Facebook ihn suspendiert hatten, musste er seine Gefolgschaft über andere Kanäle erreichen. Immer noch macht er das hauptsächlich über einen Newsletter. Per Mail und SMS werden seine Anhänger und Anhängerinnen zu Großkundgebungen eingeladen und zu Spenden aufgerufen.

Laut Washington Post hat Trump in den Monaten nach seiner Wahl eine Million Dollar pro Woche eingesammelt, manchmal sogar zwei Millionen. Das Geld darf nur für seine aktuellen politischen Aktionen verwendet werden - für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen etwa, die Organisation von Veranstaltung, Reisen. Aber: Sollte er 2024 nochmal als Präsident antreten, kann er auf eine Liste potentieller Spender zurückgreifen.

Vor genau einem Jahr hatte der ehemalige US-Präsident Trump zum Marsch auf das Kapitol aufgerufen. Präsident Biden erinnerte heute an diesen schwarzen Tag der US-Demokratie.

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Ist Trump noch auf Sozialen Netzwerken vertreten?

Im Februar hat Trump seine eigene Social-Media-Plattform gegründet: "Truth Social". Die App sieht ähnlich aus wie Twitter. Nur, dass nicht Tweets geteilt werden, sondern "Truths" - übersetzt "Wahrheiten". Tatsächlich ist die Plattform voller Falschnachrichten und Verschwörungstheorien, etwa zum Ukraine-Krieg.

Das Interesse war riesig, die App landete beim Start auf Platz 1 des amerikanischen App-Stores. Aber: Wegen technischer Probleme sind über eine Million Nutzer nur auf einer Warteliste.

Trumps Unternehmen will in Zukunft auch ins Streaming-Geschäft einsteigen, mit eigener Unterhaltung und eigenen Nachrichten.

Welche Ermittlungen laufen gegen ihn?

Bislang wird gegen Trump nur wegen seiner wirtschaftlichen Tätigkeiten ermittelt. Es geht vor allem um Immobiliengeschäfte der von ihm gegründeten "Trump Organization". Seine beiden Söhne Donald Trump Jr. und Eric Trump sind die Vizepräsidenten. Es laufen zwei Klagen - eine zivilrechtliche und eine strafrechtliche.

Die zivilrechtliche Klage bezieht sich auf angeblich betrügerische und irreführende Finanzberichte des Firmenimperiums. So soll die Trump Organization falsche Angaben zum Wert von Immobilien gemacht haben. Im Zuge der strafrechtlichen Ermittlungen wurde der langjährige Finanzchef angeklagt, wegen des Verdachts auf Steuerbetrug. Außerdem hatte die zuständige Staatsanwältin erstritten, dass Trump seine Steuererklärung offenlegen muss.

Ein Ausschuss des US-Repräsentantenhauses geht den Hintergründen des Sturms auf das Kapitol im Januar nach. Dabei soll auch die Rolle des damalige Präsidenten Trump geklärt werden.

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Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss versucht herauszufinden, ob Trump sich auch im Zusammenhang mit dem Sturm aufs Kapitol einer Straftat schuldig gemacht hat. Anfang März warf der Ausschuss ihm eine "kriminelle Verschwörung" vor. Die Abgeordneten haben bereits mit rund 800 Zeugen gesprochen - darunter mit Ivanka Trumps Ehemann Jared Kushner - und rund 90.000 Dokumente gesichtet. Ein Abschlussbericht soll noch vor den Kongresswahlen im November dieses Jahres vorliegen.

Wie viel Einfluss auf die US-Politik hat Trump noch?

Das werden die Kongresswahlen zeigen. Trump gilt immer noch als "Königsmacher" in der republikanischen Partei. Für die Kongresswahlen im November hat er mehr als 120 Kandidatinnen und Kandidaten unterstützt, die seinem Lager zuzurechnen sind.

Er hat seine Gefolgsleute häufig dort aufstellen lassen, wo ihm ein amtierender Abgeordneter oder eine amtierende Abgeordnete ein Dorn im Auge war, weil er oder sie seine Erzählung von der "gestohlenen Wahl" nicht mitgetragen hat.

Unterstützt wird von Trump nur, wer behauptet, er habe die Präsidentschaftswahl 2020 gewonnen. Viele Republikaner gehen nach wie vor davon aus, dass sie mit Trump im Rücken die besten Chancen auf einen Wahlgewinn haben.

Teile der "Grand Old Party" stehen auch nach dem Abgang von Ex-Präsident Trump hinter kruden Verschwörungsmythen. Die einen wollen Trumps Einfluss loswerden, die anderen sperren sich. Das spaltet die Partei und macht Parteifreunde zu Feinden.

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Wird er 2024 nochmal als US-Präsident antreten?

Trump deutet immer wieder an, dass er es 2024 nochmal versuchen könnte. Bis dahin ist es noch eine Weile. Aber eine Umfrage des Harvard Center for American Studies hat kürzlich herausgefunden: Wenn die Präsidentschaftswahlen 2024 jetzt stattfinden würden, würde Trump laut Umfrage 47 Prozent Unterstützung erhalten, verglichen mit 41 Prozent für Biden. Zwölf Prozent der Wähler sind unentschlossen.

Vizepräsidentin Kamala Harris schneidet in einem hypothetischen Duell mit Trump sogar noch schlechter ab. 49 Prozent sagten, sie würden Trump wählen, während 38 Prozent Harris unterstützen würden.

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