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Ex-CIA-Stationsleiter in Moskau - "Klären, ob Trump ein russischer Agent ist"

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Inwieweit hatte Russland direkten Einfluss auf Trump? Der frühere Stationsleiter der CIA in Moskau fordert sogar Aufklärung, ob Donald Trump ein russischer Agent ist.

"America first" war Donald Trumps Schlachtruf. Vier Jahre später liegt Amerika, die amerikanische Demokratie, schwer verwundet am Boden. Diktatoren und Autokraten frohlocken, als am 6. Januar ein Mob aus Faschisten, Rassisten und Verschwörungstheoretikern, aufgewiegelt von ihrem Präsidenten, das Kapitol stürmt - das Heiligtum der amerikanischen Demokratie.  

"Donald Trump ist ein komplettes Werkzeug Putins. Er hat ihm gestern das größte Geschenk gemacht", sagt Nancy Pelosi, die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses am Tag danach. Ein Vorwurf, der nicht aus der Luft gegriffen ist. Schon im Herbst 2016 waren praktisch alle US-Geheimdienste zu dem Schluss gekommen, dass Wladimir Putin eine Geheimdienstoperation in die Wege geleitet hat mit der Absicht, Trump zum Präsidenten zu machen.

Trump: Untersuchungen "Hexenjagd"

Gleich zu Beginn seiner Amtszeit entlässt Trump wegen der Russlandermittlungen FBI-Chef James Comey. Und er erklärt dem russischen Außenminister, er habe wegen der Ermittlungen unter Druck gestanden, aber das sei jetzt vorbei. Er habe den FBI-Chef, diesen "Spinner", gefeuert. Er bezeichnet die Untersuchungen von US-Senat und Repräsentantenhaus als Hexenjagd und droht immer wieder damit, auch den eingesetzten Sonderermittler Robert Mueller und sein Team zu feuern, sollten die zu tief in seiner Vergangenheit, seinen Finanzen, wühlen.

Der scheidende US-Präsident Donald Trump stand von Anfang an in Verdacht, nicht die Interessen der USA zu verfolgen, sondern seine eigenen und die fremder Mächte.

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Als Mueller am 22. März 2019 dem Justizminister den Bericht seiner Untersuchung vorlegt, sieht sich der Präsident bestätigt. Noch bevor der Bericht veröffentlicht wird, gibt der Justizminister in einem vierseitigen Brief eine Einschätzung zu ihm ab. Darin behauptet er, die Sonderuntersuchung habe keine Beweise gefunden, dass sich Trump oder sein Team mit der russischen Regierung verschworen oder koordiniert hätten, dass er die Justiz bei der Aufklärung nicht behindert habe.

Ermittler: Koordination zwischen Trumps Umfeld und russischen Spionen

Der Brief sei "irreführend und an manchen Stellen schlicht falsch", sagt Andrew Weissmann in einem Interview mit dem ZDF. Weissmann war einer der führenden Ermittler der Untersuchung und einer der angesehensten Staatsanwälte der USA. Es habe Kooperationen zwischen Personen aus Trumps Umfeld mit russischen Spionen gegeben - und es gebe auch schwere Verdachtsmomente, dass der Präsident sich der Behinderung der Justiz schuldig gemacht habe.

Mehrere Personen werden überführt, das FBI über konspirative Treffen mit russischen Agenten oder Diplomaten belogen zu haben. Darunter sind Trumps Wahlkampfmanager und sein erster nationaler Sicherheitsberater.

Trump begnadigte alle, die ihm hätten gefährlich werden können

Keiner aber belastet den Präsidenten. Und das habe einen Grund gehabt, sagt Weissmann. Der Präsident habe ihnen ein "Pardon" in Aussicht gestellt, wenn sie den Mund halten. Und tatsächlich begnadigt Trump auf den letzten Metern seiner Präsidentschaft all diejenigen, die zu teils langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden und die ihm mit ihren Aussagen hätten gefährlich werden können.

Bis zuletzt wehrt sich Donald Trump mit allen Mitteln gegen seine Abwahl. Seine Anwälte kämpfen vor Gerichten für seinen Verbleib im Amt, seine Anhänger gehen auf die Straße.

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Wir müssen klären, ob Donald Trump ein russischer Agent ist. Und ich meine ein Geheimdienstagent, nicht nur einer, der sich stillschweigend benutzen lässt, sondern ein echter Agent.
Rolf Mowatt Larssen

Der Top-Agent ist sich sicher: Die Russen "hätten niemals die Gelegenheit ausgelassen, jemanden mit diesem potentiellen Nutzen für sie anzusprechen. Und er selbst hat sich angeboten, bei allem was er gesagt und getan hat. Und natürlich nicht zu vergessen bei seinem Potential für geschäftliche Korruption".

Eine Antwort auf die Frage, ob feindliche Agenten bis in die höchsten Ämter aufsteigen können, entscheidet auch, was man in Zukunft tun muss, um sich vor Angriffen der Feinde - von innen und von außen -  zu schützen. Nach allem, was Trump Amerika angetan hat ist der Druck groß, diese monströse Frage zu klären. Viele Staatsanwälte stehen schon in den Startlöchern, warten auf den Tag, an dem Trump sein Amt verlässt.

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