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Osten der Ukraine : Kiew: Kämpfe im Donbass "maximal intensiv"

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Im Osten der Ukraine rückt die russische Armee weiter vor und belagert strategisch wichtige Städte. Die ukrainische Regierung spricht von einer "extrem schwierigen Kampfphase".

Seit über drei Monaten wehrt sich die Ukraine jetzt gegen die russischen Angreifer, doch im Donbass spitzt sich die militärische Lage immer weiter zu.

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Um den Donbass im Osten der Ukraine wird nach Angaben aus Kiew immer erbitterter gekämpft. "Der Kampf hat seine maximale Intensität erreicht", sagte Vize-Verteidigungsministerin Ganna Malyar am Donnerstag. "Die feindlichen Truppen stürmen die Positionen unserer Truppen gleichzeitig aus mehreren Richtungen." Angesichts dieses Vorrückens der russischen Armee hätten die ukrainischen Soldaten "eine extrem schwierige und lange Kampfphase" vor sich.

Russland hat seine Truppen aus dem Zentrum und Norden der Ukraine in den Osten verlagert, um dort seine militärischen Erfolge zu konsolidieren. Seitdem dringen russische Soldaten langsam, aber stetig immer tiefer in die Donbass-Region vor. Strategisch wichtige Städte wie Sewerodonezk und Lysytschansk werden von der russischen Armee belagert.

Die ukrainischen Truppen im Donbass sind nach Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj angesichts schwerer russischer Angriffe in einer schwierigen Lage.

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"Die Lage bleibt schwierig, und es gibt Anzeichen für eine weitere Verschärfung", sagte Malyar bei einer Pressekonferenz.

Wir müssen begreifen, dass das ein Krieg ist, und dass, leider, Verluste auf unserer Seite unvermeidlich sind.
Ganna Malyar, Vize-Verteidigungsministerin

Berichte von Angriffen in Charkiw

Der Gouverneur der zum Donbass gehörenden Region Luhansk, Serhij Gajdaj, schilderte in einer Videobotschaft im Messengerdienst Telegram, "schwere" russische Bombardements auf Lysytschansk hätten schwere Schäden an ziviler Infrastruktur angerichtet, darunter an einem Zentrum für humanitäre Hilfe. Bei den jüngsten russischen Angriffen kamen demnach drei Menschen ums Leben. "Es ist sehr hart für unsere Jungs", sagte Gajdaj mit Blick auf die ukrainischen Soldaten.

Extrem schwierig. Aber sie halten die Stellung.
Serhijj Gajdaj, Gouverneur Luhansk

Tödliche russische Angriffe wurden auch aus der ostukrainischen Stadt Charkiw gemeldet. Bei russischen Bombardements seien nach vorläufigen Angaben vier Menschen getötet und sieben weitere verletzt worden, teilte Regionalgouverneur Oleg Sinegubow am Donnerstag via Telegram mit. Er rief die Bewohner auf, in Schutzräumen zu bleiben.

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Welche Stadtteile von den Angriffen betroffen waren, teilte Sinegubow nicht mit. Wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete, wurde ein Wohngebiet im Viertel Pawlowe Pole im nördlichen Zentrum von Charkiw angegriffen.

Klitschko: Keine Sicherheitsgarantien für Kiew

Charkiw, das unweit der Grenze zu Russland im Nordosten der Ukraine liegt, war zu Beginn des russischen Angriffskriegs vor gut drei Monaten schwer beschossen worden. Mitte Mai kehrte in der Stadt, in der vor dem Krieg etwa anderthalb Millionen Menschen gelebt hatten, aber relative Ruhe ein, weil Russland die Eroberung der Stadt aufgab und seine Truppen weiter in den Osten und den Süden der Ukraine verlegte.

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Nach AFP-Informationen hält die russische Armee aber immer noch Stellungen im Osten von Charkiw, die sie für Angriffe auf den Ostteil der Stadt sowie auf umliegende Dörfer nutzt. In Vorbereitung auf eine erneute russische Offensive haben die Menschen in Charkiw Sperren aus Betonblöcken und Sandsäcken errichtet und Kontrollpunkte an Straßen eingerichtet.

Zur Sicherheitslage in Kiew sagte Vize-Verteidigungsministerin Malyar, auch die Hauptstadt sei weiterhin bedroht: "Denn Kiew zu zerstören und die ukrainische Regierung zu stürzen, ist der schnellste Weg, die Ukraine zu erobern." Auch Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko sagte am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos, er könne den Bewohnern seiner Stadt "keine Sicherheitsgarantien" geben.

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