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Duell bei Lanz - CSU-General: Union "maximal abgestimmt"

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Markus Blume und Marie-Agnes Strack-Zimmermann duellierten sich gestern Nacht bei Markus Lanz. Es ging um Sneaker, den bescheidenen Zustand der Union und um Cannabis.

Zur möglichen Rolle der Union in der Opposition, zur Notwendigkeit innerparteilicher Reformen sowie über die Aufgaben der angestrebten Koalition zwischen Liberalen, SPD und Grünen

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Tilman Kuban, der Vorsitzende der Jungen Union, hatte auf dem Deutschlandtag der Jungen Union sowohl Paul Ziemiak, Generalsekretär der CDU, als auch Markus Blume, Generalsekretär der CSU, jeweils ein Paar weiße Sneaker geschenkt.

In Anspielung darauf trug Markus Blume weiße Sneaker mit einem Hauch Schwarz-Rot-Gold, als er am Mittwochabend bei Markus Lanz zu Gast war. Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann kommentierte das Schuhwerk ihres Gegenübers lächelnd: "Ich bin tief beeindruckt. Ich weiß nicht, ob es die auch in meiner Größe gibt."

Auf dem Deutschlandtag der Jungen Union hat Unions-Fraktionschef Brinkhaus mehr Zusammenhalt gefordert. Zudem dürfe die Partei sich nicht auf eine Person verlassen, so Brinkhaus.

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Unionsschuhwerk für den Aufbruch

Markus Blume antwortete: "Das können wir organisieren. Das ist das Unionsschuhwerk für den Aufbruch." Die Botschaft sei klar, so Blume: "Wir ziehen gemeinsam die Schuhe an und laufen in dieselbe Richtung." Ob das der Versuch sei, sich an die junge Zielgruppe heranzuschleimen, wollte Markus Lanz von Blume wissen.

Der empfahl, Tilman Kuban diese Frage zu stellen, um anschließend zu befinden: "Ich fand das Signal gut. Wir gehen nicht im Büßerhemd durch die Gegend und völlig verzagt. Wir schauen optimistisch in die Zukunft."

Schuld der CSU?

Die Harmonie zwischen Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Markus Blume sollte an diesem Mittwochabend jedoch nicht lange währen. Strack-Zimmermann wollte die von Blume beschworene Einigkeit zwischen CDU und CSU mit Blick auf Markus Söders Sticheleien gegen CDU-Chef Armin Laschet nicht glauben:

Sich in dem Moment, wo eine Wahl gelaufen ist, nicht hinter seinen Kanzlerkandidaten, den die Mehrheit der CDU und CSU gewählt hat, zu stellen, sondern ihm noch am Abend der Wahl - mit Verlaub - verbal eine in den Hintern zu treten, finde ich so daneben.
Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP)

Die FDP-Politikerin wandte sich dem CSU-Generalsekretär zu: "Ich gehe so weit, zu behaupten, dass die CSU mit daran Schuld hat, dass CDU und CSU nicht mehr Stimmen bekommen haben als die SPD."

Rund drei Wochen nach der historischen Wahlniederlage haben CDU-Chef Armin Laschet und sein Vize Jens Spahn die Union auf eine Oppositionsrolle eingestimmt. Kanzlerkandidat Laschet übernahm die alleinige Verantwortung für das Wahlergebnis.

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Einigkeit der Union?

Zudem habe CSU-Chef Markus Söder Jamaika zu einem Zeitpunkt "abgeräumt", als Armin Laschet noch vor laufenden Kameras von Jamaika geträumt habe, so Markus Lanz. Markus Blume widersprach: "Wir waren in diesen Gesprächen als Union in den inhaltlichen Positionen maximal abgestimmt. CDU und CSU haben sich sehr ergänzt."

Blume legte nach: "Wenn Sie die Aussagen korrekt zitieren, passt das zusammen. Markus Söder hat gesagt: Wir haben leider nicht gewonnen. Wir sind Platz zwei. Wir sind bereit. Armin Laschet sagte: Wir sind zu Gesprächen bereit, Jamaika hinzubekommen."

Sowohl die Grüne Jugend als auch die Jungen Liberalen unterstützen den derzeitigen Ampel-Kurs. Während sich die Grüne Jugend klar gegen Jamaika ausspricht, sehen die Julis zwar größere Differenzen zur SPD als zur Union. Ein Kompromiss sei jedoch möglich.

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Graben zwischen CDU und CSU?

Marie-Agnes Strack-Zimmermann ging in die Offensive: "Sie können dankbar sein, dass ich kein Mitglied der CDU bin. Ich hätte an dem Abend noch den Antrag gestellt, dass jetzt Zeit ist, dass CDU und CSU getrennte Wege gehen." Der Ton wurde rauer. Markus Blume bekräftigte:

Mir geht das total auf den Keks, dass immer wieder die Geschichte von diesem unendlichen Graben zwischen CDU und CSU erzählt wird.
Markus Blume (CSU)

Strack-Zimmermann entgegnete, "dass Sie als CSU in das Zelt hineingemacht haben, in dem die CDU versucht hat, einen Wahlkampf zu machen." "Kümmern Sie sich doch um Ihre eigene Partei. Wenn Sie Ihren Beruf und in die politische Kommentatoren-Bank wechseln wollen, ist das okay", konterte ein aufgebrachter Markus Blume.

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Die Frage nach dem Cannabis

Zudem herrschte bei einem weiteren Thema Uneinigkeit: "Sie sind für Hasch", so Markus Blume polemisch. "Seien Sie doch nicht so spießig, Herr Blume. Die halbe Junge Union will kiffen", scherzte Strack-Zimmermann.

Die FDP sei in der Tat für die Legalisierung von Cannabis - "unter bestimmten Voraussetzungen, unter Prävention, unter Jugendschutz", bekannte Strack-Zimmermann bei Markus Lanz. "Ich bin dagegen", konstatierte der CSU-Generalsekretär. Und weiter: "Wenn ich auf meine eigenen Kinder schaue, muss ich Ihnen ganz ehrlich sagen: Ich möchte nicht, dass die mit so etwas in Berührung kommen."

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