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Bau des Berliner Einheitsdenkmals startet

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Vor Berliner Stadtschloss - Bau des Berliner Einheitsdenkmals startet

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Die Vorgeschichte war lang, jetzt beginnt endlich der Bau. Berlin bekommt ein Freiheits- und Einheitsdenkmal. Sicher ist: Es wird schon von der Dimension her eine große Sache.

Ein Bagger steht auf der Baustelle des Freiheits- und Einheitsdenkmal am Schinkelplatz vor dem Berliner Schloss am 18.05.2020
Baubeginn des Einheitsdenkmals in Berlin
Quelle: dpa

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat den Baubeginn des Freiheits- und Einheitsdenkmals in Berlin begrüßt. "Es würdigt die Friedliche Revolution in der DDR und die Courage der Menschen, die das SED-Regime unblutig stürzten und die Einheit Deutschlands möglich machten", erklärte die Bundeskulturbeauftragte in der Hauptstadt.

Vor dem rekonstruierten Stadtschloss entsteht das Denkmal in Form einer begehbaren Wippe auf dem Sockel des früheren Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals.

Begehbare Waage soll an Deutsche Einheit erinnern

Der Entwurf des Denkmals kommt von Sebastian Letz vom Stuttgarter Architektenbüro "Milla und Partner". Auf dem Sockel des früheren Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals vor dem künftigen Humboldt Forum soll eine riesige begehbare Waage an die friedliche Wiedergewinnung der Deutschen Einheit erinnern. Letz bezeichnete es als "soziale Skulptur", weil sie die Besucher zu Verständigung und gemeinsamer Bewegung aktiviere.

Der Entwurf für das in Berlin geplante Einheitsdenkmal.
Der Entwurf für das Einheitsdenkmal in Berlin.
Quelle: Milla&Partner/dpa

Das Konzept des 50 mal 18 Meter großen Denkmals erklärt das Architekturbüro so: "Wie bei der friedlichen Revolution von 1989 müssen sich die Besucher verständigen und zu gemeinsamem Handeln entschließen, um etwas zu bewegen: Wenn sich auf einer Schalenhälfte mindestens 20 Personen mehr zusammenfinden als auf der anderen, beginnt sich die Schale langsam und sanft zu neigen. Neue Perspektiven öffnen sich." Die Schale ist an ihrer stärksten Stelle demnach 2,50 Meter dick und verjüngt sich zum Rand bis auf wenige Zentimeter.

Geplante Kosten liegen bei 17 Millionen Euro

Der auf über 17 Millionen Euro veranschlagte Bau hatte sich unter anderem verzögert, weil sich dort Wasserfledermäuse angesiedelt hatten. Ende April stimmte die Oberste Naturschutzbehörde von Berlin einem geänderten naturschutzrechtlichen Konzept des Bundes zum Schutz von Wasser- und Zwergfledermäusen zu und erteilte eine Ausnahmegenehmigung für den Bau.

Die Planungen für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal reichen bis ins Jahr 2007 zurück. Damals fasste der Bundestag den ersten von insgesamt drei Beschlüssen zur Errichtung des Denkmals in der Mitte Berlins. Die Finanzierung übernimmt der Bund. Ein offen durchgeführter Wettbewerb blieb 2009 ohne Ergebnis. Aus einem zweiten Wettbewerbsverfahren 2010/2011 ging der Entwurf von Milla und Partner "Bürger in Bewegung" als Sieger hervor. Ursprünglich sollte das Denkmal zum 30. Jahrestag des Mauerfalls im November 2019 eröffnet werden.

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