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Mindestens 3,2 Prozent mehr Geld - Öffentlicher Dienst: Einigung im Tarifstreit

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Es waren zähe Verhandlungen. Doch nun haben sich Gewerkschaften und Arbeitgeber geeinigt: Es gibt mehr Geld für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst.

Nach tagelangen Verhandlungen haben sich die Verhandlungsführer im Tarifstreit für den öffentlichen Dienst auf Lohnerhöhungen geeinigt, für rund 2,5 Millionen Beschäftigte. Außerdem gibt es für Pflegekräfte eine Zulage sowie eine Corona-Prämie.

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Bei den Tarifverhandlungen für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen ist eine Einigung erzielt worden. Wie mitgeteilt wurde, steigen die Einkommen um 4,5 Prozent in der niedrigsten Entgeltgruppe und -stufe und noch um 3,2 Prozent in der höchsten Eingruppierung. Die Tarifvereinbarung läuft bis zum 31. Dezember 2022.

Wie es weiter hieß, sollen die Löhne und Gehälter zunächst zum 1. April 2021 um 1,4 Prozent, mindestens aber um 50 Euro sowie zum 1. April 2022 um weitere 1,8 Prozent angehoben werden. Auszubildende bekommen jeweils 25 Euro mehr.

Noch in diesem Jahr sollen zudem alle Beschäfigten eine Corona-Prämie von 600 bis 200 Euro ausgezahlt bekommen. Dabei erhalten die niedrigeren Einkommen die höheren Prämien. Zudem soll die Arbeitszeit bei Bund und Kommunen im Osten von 40 Stunden auf das Westniveau von 39 Stunden abgesenkt werden - und zwar in zwei Schritten bis Januar 2023.

Verdi zufrieden mit Anhebung der Einkommen

Frank Werneke, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, sagte:

Das ist unter den derzeitigen Bedingungen ein respektabler Abschluss, der für unterschiedliche Berufsgruppen, die im Fokus der Tarifrunde standen, maßgeschneidert ist.

Besonders erfreulich sei es, "deutliche Verbesserungen für untere und mittlere Einkommensgruppen sowie für den Bereich Pflege und Gesundheit" erzielt zu haben, betonte Werneke.

Zulage für Pflegekräfte

Für die Pflegekräfte wurden demnach gesonderte Gehaltssteigerungen vereinbart. Ab März 2021 wird eine Pflegezulage von 70 Euro gezahlt, die ein Jahr später auf 120 Euro erhöht wird. Die Zulage in der Intensivmedizin wird mehr als verdoppelt auf 100 Euro monatlich, die Wechselschichtzulage steigt von 105 auf 155 Euro monatlich, wie es weiter hieß.

In den Betreuungseinrichtungen wie Altenheimen wird die Pflegezulage mit einem Plus von 25 Euro auf Gleichstand mit den kommunalen Krankenhäusern gebracht. Ärzte in den Gesundheitsämtern erhalten ab März 2021 eine Zulage von 300 Euro monatlich.

Tarife im Öffentlichen Dienst - Mehr Geld für die "Helden" der Corona-Krise? 

Die Fronten waren verhärtet: Seit Freitag lief die dritte Verhandlungsrunde. Die Frage war: Gibt es jetzt auch für die "Helden" der Coronakrise, mehr Geld?

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von Kai Dietrich
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