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Nach dem Brexit: So geht's weiter

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Wenig Zeit bis zu einem Abkommen - Nach dem Brexit: So geht's weiter

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Der Austritt Großbritanniens aus der EU ist vollzogen. Nun verhandeln beide Seiten bis Jahresende über ihre künftigen Beziehungen. Der Zeitplan ist eng.

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Großbritannien ist raus aus der EU: Für das Aushandeln eines Abkommens bleibt wenig Zeit.
Quelle: dpa

Während der Übergangsphase nach dem Brexit bleibt Großbritannien noch im EU-Binnenmarkt und der Zollunion. Die EU bot London als Ersatz ein "sehr ehrgeiziges Handelsabkommen" ohne Zölle an, will aber auch weitreichende Vereinbarungen in anderen Bereichen schließen.

5. Februar

EU-Verhandlungsführer Michel Barnier informiert das Europaparlament über seine Pläne.

10. bis 13. Februar

Das Europaparlament will bei seiner Plenarsitzung in Straßburg in einer Entschließung seine Position zu den Verhandlungen mit Großbritannien festlegen.

20. Februar

Europas Staats- und Regierungschefs kommen zu einem Sondergipfel zusammen, um über die EU-Finanzen ab dem kommenden Jahr zu beraten. Dabei geht es auch um den Brexit, denn mit Großbritannien verliert die EU ihren zweitgrößten Nettozahler.

Mit dem Brexit am Freitag hat bereits das neue Kapitel im Scheidungsdrama begonnen: Die Verhandlungen über ein künftiges Abkommen zwischen EU und Großbritannien. Die Zeit drängt: es bleiben nur 11 Monate.

Beitragslänge:
3 min
Datum:

25. Februar 2020

Die Europaminister der Mitgliedstaaten verabschieden das Verhandlungsmandat für die EU-Kommission.

Anfang März

Die erste Verhandlungsrunde beginnt. Barnier plant insgesamt neun Runden bis Ende Oktober. Auf britischer Seite führt der Europa-Berater von Premierminister Boris Johnson, David Frost, die Gespräche.

Brexit: Michael Barnier spricht über den Zeitplan der Verhandlungen bei einer Pressekonferenz.
Brexit: EU-Verhandlungsführer Michael Barnier spricht über den Zeitplan der Verhandlungen bei einer Pressekonferenz.
Quelle: EPA

26./27. März

Bei ihrem regulären März-Gipfel dürften die Staats- und Regierungschefs die ersten Verhandlungsergebnisse bewerten.

18./19. Juni

Bei ihrem Juni-Gipfel dürften die Staats- und Regierungschefs eine erste Zwischenbilanz ziehen. Falls nötig, könnten sie ihre Verhandlungsrichtlinien für die Gespräche nachjustieren.

1. Juli 2020

Die britische Regierung muss bis zu diesem Termin entscheiden, ob sie die Verhandlungsphase über Ende 2020 hinaus verlängert. Nach den Bestimmungen im Austrittsvertrag ist dies einmal für ein oder zwei Jahre möglich - also bis Ende 2021 oder Ende 2022. Johnson hat eine Verlängerung aber kategorisch ausgeschlossen.

"Nach Kräften" wollen die EU und Großbritannien schon bis zu diesem Termin ein Fischereiabkommen schließen. Damit soll laut der politischen Erklärung beider Seiten zu den künftigen Beziehungen sichergestellt werden, dass rechtzeitig "die Fangmöglichkeiten für das erste Jahr nach dem Übergangszeitraum" festgelegt werden können.

15./16. Oktober

Die EU-Staats- und Regierungschefs kommen zu ihrem Herbstgipfel zusammen. Ohne Verlängerung müssen die Verhandlungen Ende Oktober abgeschlossen sein, um die Vereinbarung noch zu ratifizieren. Geht es um ein reines Handelsabkommen, muss auf EU-Seite nur das Europaparlament zustimmen. Sind aber auch Bereiche wie Dienstleistungen, Finanzgeschäfte, Daten- oder Investitionsschutz enthalten, könnte auch das grüne Licht der nationalen und - je nach Mitgliedsstaat - sogar regionalen Parlamente nötig sein.

31. Dezember 2020

Großbritannien scheidet zum Jahresende auch aus dem Binnenmarkt und der Zollunion aus. Damit wären die letzten direkten Verbindungen aus 47 Jahren britischer Mitgliedschaft in der europäischen Staatengemeinschaft endgültig gekappt. Über viele Bereiche wird es aber weitere Verhandlungen geben, da diese in der kurzen Zeit bis Ende 2020 nicht alle geregelt werden können.

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