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Messerattacke in England - Lebenslange Haft für Reading-Attentäter

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Ein 26-Jähriger, der im englischen Reading drei Menschen erstochen hat, muss lebenslang ins Gefängnis. Die Polizei hatte die Tat als islamistisch motivierten Terror eingestuft.

Ermittlungen nach Messerattacke in Reading. Archivbild
Der Täter hatte am 20. Juni 2020 in einem Park in Reading wahllos auf Menschen eingestochen. (Archivbild)
Quelle: Jonathan Brady/PA Wire/dpa

Ein 26-Jähriger, der im vergangenen Jahr im südostenglischen Reading drei Männer erstochen hat, ist zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Der Mann sei bei dem Angriff in einem Park "schnell, rücksichtslos und brutal" vorgegangen, urteilte Richter Nigel Sweeney in London.

Das Argument des aus Libyen stammenden Mannes, er habe zum Zeitpunkt des Angriffs unter einer psychischen Krankheit gelitten und keinen Terroranschlag geplant, wies der Richter zurück. Die Tat hatte auch über Großbritannien hinaus für Entsetzen gesorgt.

Richter: Opfer hatten keine Chance

Angesichts der schnellen Vorgehensweise des Täters habe keines der Opfer eine Chance gehabt, sagte Richter Sweeney. Der 26-Jährige, der bei seiner Tat "Allahu akhbar" (Gott ist groß) rief und mit einem 20 Zentimeter langen Messer auf seine Opfer einstach, hatte sich bereits im November schuldig bekannt.

Das Gericht kam zu dem Schluss, dass der Täter versucht habe, mit seinem Angriff eine "politische, religiöse oder ideologische Sache voranzutreiben". Ein Psychiater hatte zuvor festgestellt, dass die Tat "weder mit den Auswirkungen einer psychischen Störung" noch mit dem Missbrauch von gefährlichen Substanzen in Zusammenhang gestanden habe.

Wahllos auf Menschen eingestochen

Der Täter hatte am 20. Juni in einem Park in der Stadt Reading westlich von London mit einem Messer wahllos auf Passanten eingestochen. Drei Menschen wurden verletzt, drei weitere Menschen starben vor Ort. Bei ihnen handelte es sich um drei Freunde - den 36-jährigen Lehrer James Furlong, den 39-jährigen US-Bürger Joe Ritchie-Bennett und den 49-jährigen Wissenschaftler David Wails.

Die Polizei hatte die Tat als "terroristisch motiviert" eingestuft, ging aber von einem Einzeltäter aus.

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