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Walpot zu Botschafter-Eklat - "Erdogan innenpolitisch unter hohem Druck"

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Präsident Erdogan will mehrere Botschafter zu unerwünschten Personen erklären lassen. Für ZDF-Korrespondent Luc Walpot ist das "ein Hinweis auf eine verweifelte Lage".

Sehen Sie hier die Einschätzung unseres ZDF-Korrespondenten in voller Länge.

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Eklat in den Beziehungen zur Türkei: Mehrere Botschafter - auch der deutsche - haben sich für die Freilassung des Kulturförderers Osman Kavala eingesetzt. Jetzt sollen sie die Türkei verlassen. Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte die Diplomaten aus zehn Ländern zu unerwünschten Personen.

ZDF-Korrespondent Luc Walpot bewertet diesen Schritt Erdogans als einen "Hinweis auf eine verzweifelte Lage". Im ZDF macht er klar:

Erdogan steht innenpolitisch unter sehr hohem Druck. Es läuft einfach nicht rund.
Luc Walpot, ZDF-Korrespondent

"Und das schon seit geraumer Zeit, praktisch seit vor zwei Jahren die großen Städte an die Opposition gegangen sind." Wären jetzt Wahlen, so Walpot weiter, käme Erdogans Partei "nicht mal mehr auf 30 Prozent".

Im Streit um den in der Türkei inhaftierten Menschenrechtsaktivisten Osman Kavala hat der türkische Präsident Erdogan sein Außenministerium angewiesen, die Botschafter Deutschlands und mehrerer anderer Staaten zu unerwünschten Personen zu erklären.

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Mit außenpolitischen Krisen, Innenpolitisches beruhigen

In diesem "verzweifelten Schritt" suche Erdogan möglicherweise sein Heil, macht ZDF-Korrespondent Walpot klar. Er habe das auch in der Vergangenheit schon so gemacht, "nämlich eine außenpolitische Krise herbeireden und dann wieder als starker Verteidiger der großen türkischen Nation auftreten."

Der Grund, warum es nicht rund laufe, sei aber hausgemacht. "Die Wirtschaft läuft nicht, die soziale Not wächst, hohe Inflation, hohe Arbeitslosigkeit, Kursverfall der türkischen Lira, die Erdogan selber immer wieder beschleunigt, dadurch, dass er eingreift in die Politik der Zentralbank", stellt Walpot fest.

Jetzt sucht er offenbar sein Heil in außenpolitischen Krisen und hofft damit die Reihen zu schließen und wieder die Anhänger zu mobilisieren.
Luc Walpot, ZDF-Korrespondent

Ihm sitze allerdings auch ein "ultrarechter, ultranationalistischer Koalitionspartner im Nacken".

Walpot: Ob die Rechnung aufgeht, ist fraglich

Ob diese Rechnung aufgeht, ist laut ZDF-Korrespondent Walpot, "doch sehr fraglich". "Man wird sehen, vor allen Dingen, wie die Märkte am Montag reagieren. Noch ist kein Botschafter ausgereist. Aber es könnte eine Spirale in Gang setzen, die Erdogan dann auch nur noch schwer kontrollieren kann."

Wie werden die betroffenen Länder auf Erdogans Ankündigung reagieren? Luc Walpot mit einer weiteren Einschätzung.

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