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Europarat schlägt Alarm - Bericht: 2020 "desaströs" für Menschenrechte

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Unzählige Menschen sind gestorben - doch die Folgen der Corona-Pandemie reichen auch in Europa noch viel weiter. EU-Menschenrechtskommissarin Mijatović schlägt Alarm.

Die Menschenrechtskommissarin Dunja Mijatović. Archivbild
Menschenrechtskommissarin Dunja Mijatović schlägt bezüglich der Menschenrechte in Europa Alarm. (Archivbild)
Quelle: Sandro Weltin/Council of Europe/dpa

Die Menschenrechtskommissarin des Europarats, Dunja Mijatovic, hat eine deutliche Verschlechterung der Menschenrechte im vergangenen Jahr beklagt. "2020 war ein desaströses Jahr für die Menschenrechte in Europa", heißt es in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht.

Demokratisches Gefüge instabiler

Die Corona-Pandemie habe die Aushöhlung des demokratischen Gefüges der Gesellschaft beschleunigt. Der Schutz der Menschenrechte hänge aber von diesem Gefüge ab.

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In der Sitzung der Parlamentarischen Versammlung in Straßburg sagte sie, die Krise habe bestehende Probleme noch verstärkt.

Die Pandemie hat mit tragischer Klarheit die zahlreichen und wachsenden Ungleichheiten in unseren Ländern aufgezeigt.
Dunja Mijatovic, Menschenrechtskommissarin des Europarats

Schwache und Minderheiten noch stärker benachteiligt

Arme seien ärmer geworden, Benachteiligte noch weiter benachteiligt. Ungleichheiten in Bezug auf Alte, Frauen sowie ethnische und sexuelle Minderheiten hätten stark zugenommen, bilanzierte Mijatovic weiter.

Zur Parlamentarischen Versammlung kommen viermal im Jahr Abgeordnete der 47 Staaten des Europarats zusammen. Der Europarat mit Sitz in Straßburg wacht über die Menschenrechte in seinen Mitgliedsländern. Er ist kein Organ der Europäischen Union.

Screenshot: Angela Merkel

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