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70. Europatag - Europäische Lösungen statt düsterer Prognosen

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Zum Europatag fordert Wirtschaftsminister Altmaier die "digitale Transformation" der europäischen Industrie, der ehemalige Komissionsschef Juncker warnt vor mangelnder Solidarität.

Die EU feiert heute den 70. Jahrestag des sogenannten Schuman-Plans. Gleichzeitig nutzen die EU-Spitzen den Europatag, um für mehr Zusammenhalt in der Gemeinschaft zu appellieren.

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Der ehemalige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker fordert in der Krise mehr Geld für die Europäische Union. "Wenn wir jetzt auf alle europäische Solidarität verzichten und den Haushalt mickrig niedrig halten, dann wird in einigen Jahren die Europäische Union ziemlich nackt dastehen", sagte Juncker zum Europatag.

Sie steht für Freiheit, Frieden und Solidarität: Die "Ode an die Freude" Beethovens ist die offizielle Europahymne.

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Jahrestag des Schuman-Plans

Die EU feiert am Samstag den 70. Jahrestag des sogenannten Schuman-Plans. Der damalige französische Außenminister Robert Schuman hatte am 9. Mai 1950 die Zusammenlegung der Kohle- und Stahlindustrie der früheren Kriegsgegner Deutschland und Frankreich vorgeschlagen. Die sogenannte Montanunion gilt als Urzelle der EU.

EU nicht auf dem Sterbebett

Düstere Prognosen, wonach die EU wegen der Corona-Krise zerfallen könnte, teilt Juncker nicht.

Er habe als junger luxemburgischer Minister 1982 an seinem ersten Ministerrat teilgenommen: "Seither lese ich mindestens einmal im Monat, dass die Europäische Union nicht nur in Atemnot ist, sondern auf dem Sterbebett liegt."

Zu Forderungen nach einem raschen Start einer Konferenz zur Zukunft Europas und weitreichenden EU-Reformen äußerte sich Juncker skeptisch. Wichtiger seien laufende Reparaturarbeiten an der Europäischen Union.

Altmaier fordert europäische Industriestrategie

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) fordert für die Zukunft der EU eine europäische Industriestrategie gefordert.

Zum Europatag erklärte er, müsse die EU die globale Wettbewerbsfähigkeit ihrer Wirtschaft dringend steigern.

"Digitale Transformation, Stärkung der industriellen Basis wie auch des Mittelstands, und starke internationale Handelsregeln sind Schlüsselelemente für einen modernen, globalen europäischen Wirtschaftsraum von morgen", sagte der Minister.

Digitalisierung vorantreiben

Die Digitalisierung müsse vorangetrieben werden, forderte der Minister. Europa müsse sich als innovativer Standort für eine "digital souveräne Wirtschaft und Gesellschaft positionieren". Der entscheidende Punkt, um langfristig Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, sei "nicht der Kampf gegen einzelne Unternehmen, sondern das Entwickeln eigener wettbewerbsfähiger digitaler Strukturen in Europa".

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