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Das soll sich mit dem "Green Deal" ändern

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EU-Kommission legt Pläne vor - Das soll sich mit dem "Green Deal" ändern

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Europa soll nach dem Willen der EU-Kommission Vorreiter für nachhaltige Ernährung und biologische Vielfalt werden. Was sich hinter der "Vom Hof auf den Teller"-Strategie verbirgt.

Die EU-Kommission hat konkrete Pläne zu ihrem "Green Deal" vorgestellt. Demnach soll unter anderem der Einsatz schädlicher Pestizide innerhalb von zehn Jahren halbiert werden.

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Ein Nährwertlogo auf Lebensmitteln, weniger Pestizide auf dem Acker, mehr Schutz für die bedrängte Natur: Europa soll nach dem Willen der EU-Kommission zum weltweiten Vorreiter für nachhaltige Ernährung und biologische Vielfalt werden.

Am Mittwoch legte die Behörde ihre Pläne als Teil des europäischen "Green Deal" für ein klimaneutrales Europa bis 2050 vor. Sie dürften sich auf die Ernährung von Millionen Verbrauchern auswirken.

Lebensmittel und Artenschutz: Was soll sich ändern?

Konkret wurde die "Vom Hof auf den Teller"-Strategie für eine umweltfreundlichere Produktion von Lebensmitteln von der Brüsseler Behörde vorgelegt.

Pestizide in der Landwirtschaft
Der "Green Deal" soll den Einsatz von Pestiziden verringern.
Quelle: dpa

Ziel ist, den Einsatz gefährlicher oder schädlicher Pestizide in der EU innerhalb von zehn Jahren zu halbieren. Zudem soll der Gebrauch von Dünger bis 2030 mindestens um 20 Prozent zurückgehen, der Verkauf von Antibiotika und anderer Wirkstoffe etwa für Nutztiere und Aquakulturen um 50 Prozent.

Vorschlag: verpflichtendes Nährwertlogo

Um Verbrauchern die Wahl im Supermarkt zu erleichtern, will die EU-Kommission zudem ein verpflichtendes Nährwertlogo für Lebensmittel vorschlagen. Man wolle die Menschen dazu befähigen, eine gesunde und nachhaltige Wahl zu treffen, heißt es in dem Entwurf.

Die EU soll mit dem Green Deal bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent werden. Vor allem die Umsetzung stößt auf Kritik.

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"Das ist die konkrete Übersetzung dessen, was wir mit dem "Green Deal" angekündigt haben", sagte EU-Vizekommissionschef Frans Timmermans. Die Beziehung des Menschen zur Natur müsse neu kalibriert werden. Damit Bauern moderne Technologien einsetzen könnten, sollten alle ländlichen Gebiete in der EU bis 2025 Breitband-Zugang haben.

Drei Milliarden Bäume bis 2030

Zusätzlich soll die Artenvielfalt gesichert werden, die in den vergangenen Jahrzehnten drastisch abgenommen hat. Zentraler Punkt des Biodiversitäts-Plans ist die Ausweitung von Schutzgebieten: 30 Prozent der europäischen Land- und Meeresfläche sollen unter Schutz gestellt werden. Ein Viertel der Landwirtschaftsflächen sollen biologisch bewirtschaftet werden.

Zehn Prozent der Fläche soll sogar unter besonders strengen Auflagen quasi naturbelassen bleiben, wie nach dpa-Informationen aus einem Entwurf hervorgeht. Zudem wird das Ziel gesetzt, bis 2030 drei Milliarden neue Bäume zu pflanzen. [Sehen Sie im Video, wie es der Natur in Deutschland geht]

Der Kampf gegen den Klimawandel ist für die EU-Kommission unter Präsidentin Ursula von der Leyen Topthema, stand aber zuletzt im Schatten der Corona-Krise. Deshalb verzögerte sich auch die Vorstellung der beiden Strategien, die später in Gesetzesvorschläge gegossen werden sollen.

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