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Rechtsextremismus - Zahl der Gefährder in Deutschland gestiegen

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Wie das Bundeskriminalamt mitteilt, ist die Zahl der rechtsextremistischen Gefährder in Deutschland erneut gestiegen. Sie belaufe sich inzwischen auf "rund 70".

Rechtsextremismus (Symbolbild/Archiv)
Die Zahl der Gefährder werde voraussichtlich weiter steigen, so BKA-Präsident Münch.
Quelle: Fabian Strauch/dpa

Die Zahl der rechtsextremistischen Gefährder in Deutschland ist erneut gestiegen. Eine Sprecherin des Bundeskriminalamtes (BKA) gab sie gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland mit "rund 70" an. Zuletzt hatte sie noch bei 65 gelegen.

Weniger islamistische Gefährder

Die Zahl der islamistischen Gefährder bezifferte die Sprecherin mit 620, im Vergleich zu 730 im Januar 2018. Davon befänden sich etwa 350 Gefährder in Deutschland, erklärte ein Ministeriumssprecher am Freitag in Berlin. Es bestehe in Deutschland eine abstrakte Gefährdungslage.

Die Sicherheitsbehörden seien sehr wachsam und beobachteten die Situation sehr aufmerksam. Wie der Sprecher mitteilte, haben etwa 210 der insgesamt 620 Gefährder die deutsche Staatsbürgerschaft, etwa 110 hätten die deutsche sowie eine weitere Staatsangehörigkeit.

BKA-Präsident Holger Münch hatte Mitte September in einem Interview mit dem RND erklärt, man müsse sich angesichts der rechtsterroristischen Anschläge von Kassel, Halle und Hanau "bei dem uns bekannten Personenpotenzial weiterhin sehr genau anschauen, wer die Schwelle zur relevanten Person oder zum Gefährder erreicht".

Die Zahl rechtsextremer Attentate steigt. Damit Gefährder schwerer an Waffen kommen, hat die Bundesregierung im Dezember das Waffengesetz verschärft. "represent" erklärt, was sich ändert.

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Zahl der Rechtsextremisten hat sich in anderthalb Jahren verdoppelt

Dem gehe man im Gemeinsamen Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrum (GETZ) in Köln nach - mit der Folge, dass sich die Zahl der rechtsextremistischen Gefährder in den letzten eineinhalb Jahren mehr als verdoppelt habe. Sie werde im Zuge "der aufwändigen Ermittlungsverfahren, die wir unter anderem im BKA führen und verstärkt führen werden, voraussichtlich weiter steigen", fügte Münch hinzu.

Dabei entwickle seine Behörde das für den Bereich des islamistischen Terrorismus und Extremismus entwickelte Analysesystem "Radar" so weiter, dass es auch im rechten Spektrum erfolgreich eingesetzt werden könne.

Bundesinnenminister Horst Seehofer, CSU, will Alltagsrassismus in der gesamten Gesellschaft untersuchen lassen. Eine Rassismus-Studie, die ausschließlich die Polizei in den Blick nimmt, lehnt er weiter ab.

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