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Twitter und Meta : Einschränkungen für russische Staatsmedien

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Viele Internetkonzerne schränken wegen Desinformationsvorwürfen die Verbreitung russischer Staatsmedien ein. Einige Dienste sind laut Experten "weitgehend unbrauchbar" geworden.

Logos von Facebook und Twitter sowie des Senders "Russia Today" auf dem Display eines Smartphones.
Internetkonzerne schränken Verbreitung russischer Staatsmedien ein.

Die US-Internetgiganten wie Meta und Twitter gehen angesichts von Desinformationsvorwürfen im Ukraine-Krieg gegen russische Staatsmedien vor. Auch andere Konzerne schränken die Verbreitung ein.

Facebook-Muttergesellschaft Meta kündigte am Montag (Ortszeit) an, den Zugang zu RT und Sputnik in der Europäischen Union zu beschränken. Meta-Vizepräsident Nick Clegg begründete die Entscheidung mit der "außergewöhnlichen Natur der aktuellen Situation".

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Wegen des russischen Krieges gegen die Ukraine entfernt auch Youtube RT und Sputnik in Europa von seiner Videoplattform. "Wir blockieren die Youtube-Kanäle von RT und Sputnik in ganz Europa mit sofortiger Wirkung", erklärte Youtube am Dienstag. Das Unternehmen verwies in seiner Mitteilung auf den "andauernden Krieg in der Ukraine".

Warnhinweise bei Twitter

Zuvor hatte bereits Twitter angekündigt, Nachrichten mit Verbindungen zu russischen, dem Staat nahestehenden Medien mit Warnhinweisen zu versehen.

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Dem Verantwortlichem für die Integrität der Plattform, Yoel Roth, zufolge, gibt es auf Twitter pro Tag mehr als 45.000 Tweets, die Links zu diesen Medien teilen. "Unser Produkt sollte es einfach machen, zu verstehen, wer hinter den Inhalten steht und was ihre Motivationen und Absichten sind", erklärte er. Daneben unternehme man Schritte, "um die Verbreitung dieser Inhalte auf Twitter deutlich zu reduzieren".

Sowohl Twitter als auch Facebook sind seit dem russischen Einmarsch in der Ukraine mit Zugangsbeschränkungen in Russland konfrontiert und dort nun "weitgehend unbrauchbar", erklärte die Internet-Überwachungsorganisation NetBlocks.

Einschränkungen bei Tiktok und Microsoft

Die Video-App Tiktok teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, sie habe den Zugang russischer Staatsmedien zu ihrer Plattform in der EU ebenfalls eingeschränkt.

Microsoft erklärte, den russischen Sender RT aus seinem App-Store zu entfernen und den Algorithmus seiner Suchmaschine Bing zu ändern, um Inhalte von RT und dem russischen Portal Sputnik in den Ergebnissen nach unten zu verschieben.

Auch US-Unterhaltungsriesen reagieren

Netflix ist theoretisch durch ein russisches Gesetz verpflichtet, mehrere russische Sender in sein Programm aufzunehmen. Die US-Streamingplattform erklärte jedoch am Montag, dass "wir angesichts der aktuellen Situation keine Pläne haben, diese Kanäle zu unserem Dienst hinzuzufügen."

US-Unterhaltungsriese Disney hat wegen der "unprovozierten Invasion der Ukraine und tragischen humanitären Krise" die Veröffentlichung neuer Filme in den russischen Kinos ausgesetzt. Betroffen sei auch der kommende Film "Rot" der zu Disney gehörenden Pixar-Studios.

Zugang in Russland eingeschränkt

Die Europäische Union hatte bereits am Sonntag ein Verbot von RT und Sputnik in der EU angekündigt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte, dass die russischen Medien "nicht länger in der Lage sein werden, ihre Lügen zu verbreiten, um Putins Krieg zu rechtfertigen".

RT und Sputnik vergleichen sich selbst mit öffentlich-rechtlichen Medien in anderen Ländern, die USA und die EU werfen ihnen jedoch vor, dass die Linie der Berichterstattung vom Kreml vorgegeben wird und sie häufig Desinformation verbreiten.

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03.07.2022
von Thomas Gonsior
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