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Facebook-Protest gegen Zuckerberg und Trump

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Umstrittener Post zu Plünderern - Facebook-Protest gegen Zuckerberg und Trump

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Protest bei Facebook: Mitarbeiter fordern ihren Chef Mark Zuckerberg auf, gegen Trump-Aussagen vorzugehen, besonders im Fall George Floyd.

Mark Zuckerberg
Seine Mitarbeiter rufen Zuckerberg zu einem klaren Handeln gegen Aussagen von Trump auf.
Quelle: reuters

"Mark liegt falsch - und ich werde so laut wie möglich versuchen, ihn umzustimmen", twitterte Ryan Freitas, Verantwortlicher für das Produktdesign bei Facebooks Newsfeed. Eine von vielen Stimmen aus dem Silicon-Valley-Team, die ihren Chef dazu auffordern, sich aktiv gegen Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu stellen.

Homeoffice-Streik mit #TakeAction

Unter dem Hashtag #TakeAction versammelten sich Mitarbeiter des Facebook-Konzerns, um ihre Solidarität mit den Demonstranten in ganz Amerika zu zeigen. Laut der "New York Times" haben Angestellte auf ihren digitalen Profilen und E-Mail-Antworten eine automatische Nachricht aktiviert, um zu verdeutlichen, dass sie sich im Protest befänden. Nach Medienberichten legten Facebook-Mitarbeiter die Arbeit im Homeoffice nieder - unklar ist aber, wie viele.

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Ein Facebook-Mitarbeiter schrieb in einem internen Message Board: "Zusammen mit den schwarzen Mitarbeitern des Unternehmens und allen Personen mit einem moralischen Gewissen fordere ich Mark auf, den Beitrag des Präsidenten, der Gewalt, Mord und unmittelbare Bedrohung gegen Schwarze befürwortet, unverzüglich zu löschen."

Seit Tagen wüten in den USA Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus. Präsident Trump hat nun den Ton verschärft und gedroht, das Militär gegen die Demonstranten einzusetzen.

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Trump: "When the looting starts, the shooting starts"

US-Präsident Trump veröffentlichte am 29. Mai auf Twitter und auf Facebook einen Post, in dem er auf die Aufstände und Unruhen nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz reagierte. Seine Kritiker sehen darin einen indirekten Aufruf zu tödlicher Gewalt gegenüber Plünderern.

Trump schrieb, man werde die Kontrolle wiederherstellen und fügte hinzu: "Wenn Plünderungen beginnen, wird geschossen." Der Satz "when the looting starts, the shooting starts" ist ein historisch behaftetes Zitat. Mit diesen Worten hatte 1967 der damalige Polizeichef von Miami ein hartes Vorgehen gegen die schwarze Bevölkerung angekündigt.

Nachdem Twitter einen Tweet von US-Präsident Trump als falsch gekennzeichnet hat, schlägt Trump zurück: Er will soziale Netzwerke künftig für ihre Inhalte haftbar machen.

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Twitter warnt, Facebook duldet

Twitter kennzeichnete den Tweet:

Screenshot: Twitter - Donald Trump
Screenshot: Twitter
Quelle: Twitter

Das darin erwähnte "öffentliche Interesse" beschreibt Twitter so: "Im öffentlichen Interesse sind Inhalte unserer Auffassung nach dann, wenn sie direkt zum Verständnis oder zur Diskussion einer Angelegenheit beitragen, die die Öffentlichkeit betrifft."

Auf Facebook hingegen ist der Beitrag nach wie vor und ohne Kennzeichnung auffindbar:

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Mark Zuckerberg erklärte sich in einem ausführlichen Facebook-Beitrag, darin schreibt er:

Ich habe den ganzen Tag damit gekämpft, wie ich auf die Tweets und Beiträge des Präsidenten reagieren soll.
Mark Zuckerberg, Facebook-Gründer

Er persönlich fände Trumps spalterische Rhetorik äußerst negativ. "Dieser Moment ruft nach Einheit und Ruhe, und wir brauchen Einfühlungsvermögen für die Menschen und Gemeinschaften, die verletzt sind", so Zuckerberg. "Aber ich bin dafür verantwortlich, nicht nur in meiner persönlichen Eigenschaft zu reagieren, sondern auch als Leiter einer Institution, die sich der freien Meinungsäußerung verpflichtet hat."

Trotz Kritik: Zuckerberg bleibt bei seinem Kurs

Trotz der Kritik verteidigte Zuckerberg seinen Umgang mit den Trump-Äußerungen. Eine Mitarbeiterin sagte in einem Videochat am Dienstagabend, die Posts seien überprüft worden und es sei richtig gewesen, sie nicht von der Plattform zu nehmen.

Innerhalb des Unternehmens haben Mitarbeiter Petitionen in Umlauf gebracht und mit Kündigung gedroht, einige haben bereits gekündigt und das öffentlich via Twitter und Facebook kommuniziert, so auch der Software-Ingenieur Timothy Aveni.

Der Autorin auf Twitter folgen: @JeniferGirke.

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