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Facebook-Whistleblowerin - Zuckerberg weist Vorwürfe zurück

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Whistleblowerin Frances Haugen wirft Facebook vor, dass das weltgrößte soziale Netzwerk aus Gewinnsucht die Wut seiner Nutzer anfache. Konzernchef Zuckerberg widerspricht vehement.

Archiv: Mark Zuckerberg
"Das Argument, dass wir absichtlich Inhalte fördern, um Menschen für Geld wütend zu machen, ist zutiefst unlogisch", schrieb Zuckerberg. (Archivfoto)
Quelle: AP

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat den Vorwurf einer ehemaligen Mitarbeiterin zurückgewiesen, das Online-Netzwerk stelle Profite über das Wohl seiner Nutzer.

Das ist einfach nicht wahr.
Mark Zuckerberg

Das schrieb Zuckerberg in einer am Dienstag veröffentlichten E-Mail an die Mitarbeiter.

Zuckerberg verteidigt Instagram-Pläne für Kinder

Als Beispiel nannte er eine Änderung, mit der Facebook vor einigen Jahren anfing, den Nutzern mehr Beiträge von Freunden und Familienmitgliedern statt viraler Videos zu zeigen. Es war das erste Mal, dass sich Zuckerberg ausführlich zu den Vorwürfen der Whistleblowerin und belastenden Enthüllungsberichten äußerte.

Der Facebook-Gründer verteidigte den Plan, eine Instagram-Version für Zehn- bis Zwölfjährige zu entwickeln.

Die Realität ist, dass junge Menschen Technologie nutzen.
Mark Zuckerberg

Statt dies zu ignorieren, sollten Tech-Unternehmen Dienste entwickeln, die ihre Bedürfnisse erfüllen und zugleich für eine sichere Umgebung sorgen, argumentierte er.

Der US-Konzern Facebook riskiere die Sicherheit der User und gefährde die Demokratie - diesen Vorwurf machen die Journalistinnen Cecilia Kang und Sheera Frenkel im Buch „Inside Facebook“. Die Autorinnen sprachen mit rund 400 Mitarbeiterinnen.

Beitragslänge:
3 min
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Whistleblowerin fordert mehr Transparenz

Die ehemalige Facebook-Managerin Frances Haugen, die als Whistleblowerin auftritt, hatte wenige Stunden zuvor bei einer Anhörung im US-Senat ausgesagt. Dort rief sie die Politik unter anderem auf, das Online-Netzwerk zu mehr Transparenz zu zwingen.

Facebook formt unsere Wahrnehmung der Welt durch die Auswahl der Informationen, die wir sehen.
Frances Haugen

Dabei wisse bisher aber nur der Internetkonzern selbst, wie er den Newsfeed der Nutzer personalisiere.

Die 37-Jährige war rund zwei Jahre für Facebook und zuvor bei Google sowie der Fotoplattform Pinterest tätig gewesen. Bei dem Online-Netzwerk arbeitete sie unter anderem an der Abwehr von Versuchen, die öffentliche Meinung vor Wahlen zu manipulieren. Haugen war eine zentrale Quelle für eine Artikel-Serie im "Wall Street Journal", die in den vergangenen Wochen Facebook immer stärker unter Druck brachte.

Hat Facebook Studienergebnisse ignoriert?

Für besondere Empörung sorgte in den USA der Vorwurf, Facebook habe aus internen Studien gewusst, dass Instagram der psychischen Gesundheit einiger Teenager schade - aber keine konsequenten Maßnahmen dagegen ergriffen. Zuckerberg kritisierte, die Studienergebnisse seien aus dem Kontext gerissen worden. Dabei sei ein "falsches Narrativ konstruiert worden, dass es uns egal ist".

Der NSA-Enthüller Edward Snowden übte bei Twitter harte Kritik an Zuckerberg: Seit 2004 habe Facebook sich nicht um geltendes Recht oder soziale Gerechtigkeit gekümmert. "Fallt nicht drauf rein", schrieb er.

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