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Pläne zur Migrationspolitik : SPD-Politiker für mehr Familiennachzug

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Bisher ist der Nachzug von Familienangehörigen von subsidiär Schutzberechtigten streng begrenzt. Migrationspolitiker der SPD-Bundestagsfraktion wollen das ändern.

Zwei Erwachsene und vier Kinder laufen durch eine verlassenen Gegend im Süd-Irak (Symbolbild). SPD-Politiker wollen den Familiennachzug in Deutschland erweitern.
Der Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte ist eng begrenzt.
Quelle: AP (Archiv)

Migrationspolitiker der SPD wollen die Begrenzung des Familiennachzugs für die Gruppe der subsidiär Schutzberechtigten mittelfristig aufheben.

"Die gesetzliche Beschränkung auf 1.000 pro Monat wollen wir abschaffen", heißt es in einem Positionspapier aus der Arbeitsgruppe Migration und Integration der SPD-Bundestagsfraktion. Das Papier mit dem Titel "Gesamtkonzept Migration" liegt der "Welt" vor.

Nachzug bisher streng begrenzt

Bei den subsidiär Schutzberechtigten handelt es sich um Personen, die keinen Flüchtlingsschutz für Verfolgte genießen - aber denen wegen Bürgerkrieg oder anderen Gefahren im Herkunftsland ernsthafter Schaden droht. Der Familiennachzug für diese Gruppe ist derzeit auf rund 1.000 Personen pro Monat begrenzt.

Geflüchtete sollen wie andere Menschen auch mit ihren Familien zusammenleben können.
Positionspapier von SPD-Migrationspolitikern

"Wir wollen das Grundrecht auf Einheit der Familie wahren und allen Schutzberechtigten das Zusammenleben mit ihrem Ehepartner und ihren Kindern ermöglichen", heißt es in dem 20-seitigen Papier der SPD-Fachpolitiker.

Auch Rückführungen sind Thema

Weiter sprechen sich die Abgeordneten für eine Ausweitung humanitärer Programme wie dem Resettlement-Programm des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen UNHCR aus. "Abhängig von der Gesamtentwicklung setzten wir uns dafür ein, die Zusagen Deutschlands angemessen auszugestalten und kurzfristig auf 10.000 Personen zu erhöhen."

Das Papier ist als "Vorschlag für ein sozialdemokratisches Gesamtkonzept Migration" bezeichnet. Die Abgeordneten um den migrationspolitischen Sprecher Lars Castellucci sprechen sich darin auch für geordnete Rückführungen aus.

Dauerhaftes Aufenthaltsrecht ermöglichen

Für Geduldete, die sich bereits in Deutschland aufhalten, fordern die Sozialdemokraten eine "Altfallregelung" mit Stichtag. Ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht soll bekommen, wer mindestens seit zwei Jahren in Deutschland ist, seinen Lebensunterhalt selbst verdient oder zur Schule geht und nicht straffällig geworden ist.

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