Sie sind hier:

Bosnien und Griechenland - Merz gegen Aufnahme von Flüchtlingen

Datum:

Friedrich Merz, Kandidat für den CDU-Vorsitz, will keine Flüchtlinge aus Lagern in Griechenland oder Bosnien aufnehmen. Er plädiert für Lösungen mit Herkunfts- und Transitländern.

Friedrich Merz lehnt die Aufnahme von Geflüchteten aus überfüllten Lagern in Bosnien-Herzegowina ab. Nach einem Brand im Camp Lima mussten Migranten dort im Freien schlafen.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Friedrich Merz, Kandidat für den CDU-Parteivorsitz, bezieht klare Position in der Flüchtlingskrise in Bosnien und Griechenland. Er lehnt eine Aufnahme von Migranten aus den dortigen Lagern trotz katastrophaler Bedingungen prinzipiell ab.

"Die gesamte Europäische Union hat vor allem die Verpflichtung, den Flüchtlingen auf dem Balkan oder auf den griechischen Inseln an Ort und Stelle zu helfen", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Merz: Der Weg nach Deutschland ist nicht mehr geöffnet

"Diese humanitäre Katastrophe lässt sich allerdings nicht dadurch lösen, dass wir sagen: Kommt alle nach Deutschland. Dieser Weg ist nicht mehr geöffnet." Der frühere Vorsitzende der Unionsfraktion bekräftigte:

Die Flüchtlinge nach Deutschland zu holen, das kann nicht die Lösung sein.
Friedrich Merz, CDU-Vorsitzkandidat

Merz forderte eine gemeinsame europäische Asyl- und Einwanderungspolitik - "bis hin zu der Entscheidung, die Aufnahme, Verteilung und gegebenenfalls die Rückführung von Flüchtlingen überwiegend an den europäischen Außengrenzen zu organisieren".

Archiv: Flüchtlinge gehen am 28.10.2015 hinter der deutsch-österreichischen Grenze in Wegscheid (Bayern) zu einer Notunterkunft

Nachrichten | Thema -
Flüchtlinge: Alles zu Menschen auf der Flucht
 

Millionen Menschen sind auf der Flucht. Kriege, Klimawandel und Armut sind Fluchtursachen. Wie geht Europa mit Geflüchteten um? Alles zur Situation der Flüch...

Migration übers Mittelmeer unterbinden

Das sei eine unverzichtbare Schlussfolgerung aus der Flüchtlingskrise. Auf die Nachfrage, was das für die Seenotrettung bedeute, sagte Merz: "Das Beste wäre, diese Menschen würden erst gar nicht losfahren."

Europa müsse Verabredungen mit den Herkunfts- und Transitländern treffen, um diese illegale und lebensbedrohliche Migration über das Mittelmeer noch in den Ausgangsländern zu unterbinden.

Abschiebungen nicht in dem Umfang möglich, wie es nötig wäre

"Die klare Botschaft an die Flüchtlinge wie an die Schlepperorganisationen muss sein: Es ist lebensgefährlich, und es wird keinen Erfolg haben." Merz weiter:

Bei den Abschiebungen ist Deutschland in den letzten Jahren nicht überall konsequent genug gewesen, das muss sich ändern.
Friedrich Merz, CDU-Vorsitzkandidat

Jedoch werde Deutschland bis auf weiteres nicht in dem Umfang abschieben können, wie das eigentlich notwendig wäre.

Es gibt humane Grenzen der Abschiebung

Abschiebungen nach Syrien beispielsweise würden auch nach Ende des Moratoriums "faktisch und rechtlich an Grenzen stoßen". Es gebe keine Flugverbindungen nach Syrien und auch keine offenen Landwege.

Syrien sei ein zutiefst vom Bürgerkrieg zerrissenes Land. "Da gibt es auch humanitäre Grenzen der Abschiebung", sagte Merz. "Abschiebungen nach Syrien werden daher nur in Einzelfällen möglich sein."

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.