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70 Jahre Genfer Konvention - Menschen auf der Flucht - ein Überblick

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70 Jahre nach ihrer Einführung ist die Genfer Flüchtlingskonvention relevanter denn je: Noch nie waren so viele Menschen auf der Flucht. Zahlen und Fakten.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk kritisiert, dass Staaten sich den Verpflichtungen der Genfer Flüchtlingskonvention entziehen würden. Diese habe Millionen Menschenleben gerettet.

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Am 28. Juli 1951 wurde die Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) verabschiedet. Sie gilt seitdem als Grundpfeiler des internationalen Flüchtlingsrechts.

Ursprünglich war das Abkommen entstanden, um nach dem Zweiten Weltkrieg die Rechte von geflüchteten Menschen zu regeln. Doch auch 70 Jahre später ist die Genfer Flüchtlingskonvention noch brandaktuell.

Ein Überblick über die wichtigsten Zahlen und Begriffe:

Nicht jede*r der oder die aus dem eigenen Land flieht, ist laut Genfer Flüchtlingskonvention ein Flüchtling. Völkerrechtlich gesehen gilt diejenige Person als Flüchtling, die aus ...

... Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt (...)

Die Gründe für Menschen, aus ihrem Heimatland zu fliehen, sind vielfältig. Sie fliehen vor Krieg und Gewalt, Menschenrechtsverletzungen und Hunger. Auch die Fluchtbewegungen aufgrund von Klima- und Umweltfolgen nehmen zu.

82,4 Millionen Menschen auf der Flucht

In etwa so viele Menschen wie in Deutschland leben, waren laut dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, dem UNHCR, zum Ende des Jahres 2020 auf der Flucht.

Das Jahr 2020 war das neunte Jahr in Folge, in dem diese Zahl gestiegen ist.

26,4 Millionen Flüchtlinge

Mehr als 26 Millionen Menschen gelten weltweit als Flüchtlinge.

Die Zahl der Flüchtlinge hat sich laut UNHCR in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Weltweit sind mehr als 82 Millionen Menschen auf der Flucht – so viele wie nie zuvor.

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Neben Flüchtlingen gelten auch Binnenvertriebene, also Menschen, die im eigenen Land vertrieben werden, als auf der Flucht. Auch Asylsuchende zählen dazu.

Zusätzlich führt das UNHCR auch Personen venezolanischen Ursprungs auf, die in dem Land, in dem sie sich aufhalten, keinen Asylantrag gestellt haben und deshalb formell gesehen keine Flüchtlinge sind. Laut UNHCR befinden sie sich aber in einer flüchtlingsähnlichen Situation und benötigen ähnlichen Schutz.

35 Millionen Kinder und Jugendliche

Etwa 42 Prozent der Menschen auf der Flucht sind nach UNHCR-Schätzungen unter 18 Jahre alt.

1,2 Millionen Flüchtlinge in Deutschland

Mehr als eine Million Flüchtlinge leben nach UN-Angaben derzeit in Deutschland. Weltweit hat Deutschland damit die fünftmeisten Flüchtlinge aufgenommen. Die meisten Flüchtlinge beherbergt derzeit die Türkei mit knapp vier Millionen Menschen.

Mehr als zwei Drittel der 26,4 Millionen Flüchtlinge* kommt aus nur fünf Ländern:

Syrien, Venezuela, Afghanistan, Südsudan und Myanmar

Die meisten Flüchtlinge kommen aus Syrien - 6,7 Millionen. Aber auch in vielen anderen Ländern gibt es teils massive Fluchtbewegungen: beispielsweise im Jemen, Irak, der Zentralafrikanischen Republik, Burundi oder der Ukraine.

*Das UNHCR gibt an dieser Stelle Flüchtlinge und "ins Ausland vertriebene Venezolaner*innen" an.

Archiv: Flüchtlinge gehen am 28.10.2015 hinter der deutsch-österreichischen Grenze in Wegscheid (Bayern) zu einer Notunterkunft

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