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Virus-Varianten im Nachbarland - Maas will Grenze nach Frankreich offenlassen

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Die Grenzen nach Frankreich sollen offen bleiben. Das betont Außenminister Maas bei einem Besuch im Nachbarland - auch wenn sich dort die britische Virus-Variante ausbreitet.

Passanten vor dem Straßburger Münster am 16.01.2021
Der Anteil der britischen Corona-Variante liegt in Frankreich bei 36 Prozent.
Quelle: picture alliance / Daniel Kubirski

Außenminister Heiko Maas (SPD) will für Frankreich verschärfte Einreiseregeln wie an den Grenzen zu Tschechien und Tirol vermeiden. "Während die Grenzländer zu Österreich und zu Tschechien die Bundesregierung aufgefordert haben, die Grenzen zu schließen und und zu kontrollieren, ist das bei den Bundesländern, die an der französischen Grenze liegen - Baden-Württemberg, das Saarland und Rheinland-Pfalz - komplett umgekehrt", sagte Maas an diesem Donnerstag in Paris. "Dort ist man gegen diese Grenzschließungen."

Britische Corona-Variante breitet sich in Frankreich aus

Auch in Frankreich breitet sich die britische Coronavirus-Variante schnell aus: 36 Prozent aller positiv Getesteten sind inzwischen damit infiziert, wie Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstagabend in Paris mitteilte. Vor gut einem Monat lag der Anteil noch bei rund einem Prozent, allerdings wurden die Tests auch weniger auf Mutanten analysiert.

In Deutschland liegt der Anteil der britischen Variante derzeit laut Bundesregierung bei über 22 Prozent. Andere Virus-Varianten machen in Frankreich nach Vérans Angaben rund fünf Prozent aus.

Die Lage sei noch lange nicht unter Kontrolle – das Coronavirus gefährlicher geworden, warnt RKI-Chef Wieler. Grund sei auch die britische Corona-Mutante.

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Im Verwaltungsbezirk Moselle an der Grenze zu Deutschland waren zuvor Hunderte Infektionen mit der südafrikanischen Variante aufgetreten, gegen die bestimmte Impfstoffe möglicherweise nicht wirken.

Frankreichs Nachbarn: Bundesländer wollen offene Grenzen

Maas hoffe nun, dass Deutschland aufgrund der Entwicklung in Frankreich und der Corona-Maßnahmen, die dort ergriffen worden seien, um entsprechende Maßnahmen an der Grenze zu Frankreich herumkommen werde, sagte der Außenminister. "Ich glaube, effektiv wird man solche Maßnahmen sowieso nur umsetzen, wenn die Bundesländer an der Grenze mitziehen." Dazu gebe es aber keine Bereitschaft.

[Was wo gilt für Reisende aus Risikogebieten lesen Sie hier]

Mit dem Ziel, die grenzüberschreitende Mobilität der Berufspendler sicherzustellen, habe sich Europa-Staatssekretär Clément Beaune seit Wochenbeginn wiederholt mit Bundes- und Landesbehörden ausgetauscht, hieß es aus dem französischen Außenministerium. Ziel sei eine enge Koordinierung der Maßnahmen sowie deren Verhältnismäßigkeit. Frankreich versicherte in der Mitteilung, die auch auf Deutsch veröffentlicht wurde, die Maßnahmen im Kampf gegen das Virus verschärft zu haben. Beaune hatte bereits zu Wochenbeginn vor "bösen Überraschungen" an der Grenze gewarnt und auf Absprachen gepocht.

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