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Frankreich - Künstliche Befruchtung auch für Singles

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Viele Jahre wurde dafür protestiert, jetzt wurde ein Gesetz verabschiedet: In Zukunft dürfen sich in Frankreich auch Single-Frauen oder lesbische Paare künstlich befruchten lassen.

In Frankreich sollen in Zukunft auch lesbische Paare und alleinstehende Frauen ihren Kinderwunsch erfüllen können.

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In Frankreich steht die künstliche Befruchtung künftig allen Frauen offen: Die Pariser Nationalversammlung besiegelte am Dienstag ein sogenanntes Bioethik-Gesetz, mit dem erstmals auch Singles und lesbische Paare ihren Kinderwunsch verwirklichen können. Damit wird ein Wahlkampfversprechen von Präsident Emmanuel Macron umgesetzt.

Nach Umfragen unterstützen mehr als zwei Drittel der Franzosen die Öffnung der künstlichen Befruchtung, wie sie in anderen europäischen Ländern bereits üblich ist. Bisher mussten alleinstehende Frauen oder lesbische Paare aus Frankreich ins Ausland reisen, um sich dort mit Spendersamen befruchten zu lassen, etwa nach Belgien oder Spanien.

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In der französischen Nationalversammlung stimmten 326 Abgeordnete für das Gesetz, 115 Parlamentarier waren dagegen.

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Was noch alles durch das Bioethik-Gesetz jetzt möglich wird:

  • Das Bioethik-Gesetz erlaubt es zudem mehr französischen Frauen, ihre Eizellen einfrieren zu lassen, um sie später künstlich zu befruchten. Bisher war eine solche Behandlung nur in Ausnahmefällen erlaubt, etwa wenn eine Krebsbehandlung die Fruchtbarkeit beeinträchtigte.
  • Darüber hinaus gibt das Gesetz Kindern, die mit Spendersamen gezeugt wurden, das Recht, als Erwachsene die Identität ihres Vaters zu erfragen. Bisher garantierte Frankreich den Spender Anonymität.
  • Von Leihmüttern im Ausland ausgetragene Kinder können unter Auflagen erstmals von Behörden anerkannt werden - die Leihmutterschaft selbst bleibt in Frankreich jedoch verboten.
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Das Bundesverwaltungsgericht hat die Möglichkeiten zur Präimplantationsdiagnostik erweitert: PID ist nun auch bei Erbkrankheiten zulässig, die meist erst bei Erwachsenen auftreten.

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