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Frankreich nimmt Abschied von Samuel Paty

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Gedenkfeier für getöteten Lehrer - Frankreich nimmt Abschied von Samuel Paty

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"Adieu Samuel" - Frankreich nimmt Abschied von dem nahe Paris getöteten Lehrer Samuel Paty. Macron verspricht: "Wir machen weiter, Herr Lehrer".

Frankreich will heute mit einer nationalen Gedenkveranstaltung an den ermordeten Lehrer Samuel Paty erinnern. Paty war am Freitag enthauptet worden.

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Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hat bei einer emotionalen Gedenkfeier für den brutal ermordeten Lehrer Samuel Paty zur Verteidigung der Freiheit aufgerufen. Der 47-jährige Paty sei das Opfer einer tödlichen Verschwörung, von Dummheit, Lüge und Hass auf andere geworden, sagte Macron. "Wir machen weiter, Herr Lehrer", versprach er.

Macron nimmt mit emotionaler Rede Abschied

Der Staatschef nahm in sehr persönlicher Weise Abschied von dem Pädagogen.

Wir alle haben in unseren Herzen (...) die Erinnerung an einen Lehrer verankert, der unseren Lebensweg verändert hat. (...) Samuel Paty war einer dieser Lehrer.
Emmanuel Macron

"Sie wissen schon, dieser Lehrer, der uns das Lesen, Zählen und Vertrauen in uns selbst beigebracht hat. Dieser Lehrer, der uns nicht nur unterrichtete, sondern uns einen Weg, ein Buch, einen Blick, einen Moment des Nachdenkens eröffnete", sagte Macron in seiner Trauerrede.

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Macron: "Werden nicht auf Karikaturen und Zeichnungen verzichten"

Gleichzeitig verurteilte Macron die "Feiglinge", die Patys Namen an "Barbaren" ausgeliefert hätten. Zuvor hatten die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergeben, dass der Täter unter anderem über zwei Schüler an Informationen über Samuel Paty gelangt war.

"Die Untersuchung ergab, dass der Täter zwar den Familiennamen des Lehrers, den Namen der Schule und ihren Standort hatte, aber den Lehrer nicht identifizieren konnte", hieß es seitens Staatsanwalt Richard. Die Schüler hätten Geld von dem Täter angenommen und Paty dann identifiziert.

Die Staatsanwaltschaft in Frankreich hat das Ermittlungsverfahren gegen sieben Verdächtige eröffnet. Ihnen wird unter anderem Beihilfe zum Mord mit Terrorhintergrund vorgeworfen.

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Die Ermittler gehen davon aus, dass Paty ermordet wurde, weil er im Unterricht Karikaturen des Propheten Mohammed gezeigt hatte. Macron hatte direkt nach der Tat von einem islamistischen Terrorakt gesprochen. "Wir werden nicht auf Karikaturen und Zeichnungen verzichten", bekräftigte Macron bei der Gedenkfeier.

Ganz Frankreich trauert

Das Verbrechen in einem Pariser Vorort hatte im ganzen Land Entsetzen ausgelöst. Am Wochenende waren Zehntausende auf die Straße gegangen, um sich solidarisch zu zeigen. Paty war am Freitag von einem 18-Jährigen attackiert und getötet worden. Die Leiche des Lehrers wurde enthauptet aufgefunden. Der Angreifer mit tschetschenischen Wurzeln wurde von Polizisten erschossen.

Welle der Solidarität -
Landesweite Anteilnahme nach Enthauptung
 

Das Attentat auf einen Lehrer nahe Paris hat ganz Frankreich erschüttert. Zehntausende sind am Sonntag in Gedenken an das Opfer auf die Straße gegangen.

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