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Nach islamistischem Angriff - Weltweite Solidaritätsbekundungen mit Nizza

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Der Messerangriff mit drei Toten im südfranzösischen Nizza hat international Entsetzen hervorgerufen - auch in vielen muslimischen Ländern. Tunesien leitet Ermittlungen ein.

Nach dem mutmaßlich islamistischen Terrorangriff in einer Kirche in Nizza gedenkt Frankreich der Opfer. Zahlreiche Länder bekundeten noch am Abend ihre Solidarität.

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Italiens Regierungschef Giuseppe Conte bezeichnete die Tat im Online-Dienst Twitter als "abscheulichen Angriff". Die tunesische Staatsanwaltschaft teilte mit, sie habe angesichts von Berichten, wonach es sich bei dem Attentäter um einen Tunesier gehandelt habe, eine Untersuchung eingeleitet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte die tödliche Attacke als "islamistischen Terroranschlag" bezeichnet und rief die höchste Terrorwarnstufe aus.

Tunesien will gegen Täter ermitteln

Die tunesische Regierung verurteilte den Angriff und erklärte, solidarisch an der Seite der französischen Regierung und Bevölkerung zu stehen. Der tunesische Staatsanwalt Mohsen Dali sagte der Nachrichtenagentur AFP, es würden Ermittlungen wegen des Verdachts eingeleitet, "dass ein Tunesier einen Terrorakt außerhalb des Landes verübt" habe.

EU: Gemeinsam gegen den Terror

Die französische Regierung hat die höchste Terror-Warnstufe ausgerufen, rechnet also mit weiteren Angriffen.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) äußerte sich "tief erschüttert über die grausamen Morde". Alle EU-Staats- und Regierungschefs verurteilten die Gewalttat. Sie stünden "geeint und fest" in ihrer Solidarität mit Frankreich und im gemeinsamen Kampf gegen "Terrorismus und gewaltsamen Extremismus", betonten sie in einer gemeinsamen Erklärung.

Alle Muslime sollten "diese kriminelle Handlung ablehnen"

Auch außerhalb der EU rief der Angriff Entsetzen hervor. Die Türkei verurteilte die Messerattacke als "grausamen" Angriff und drückte ihre "Solidarität" aus. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte Macron noch zu Wochenbeginn beschuldigt, eine "Hasskampagne" gegen den Islam zu führen.

Ein islamistischer Attentäter erstach in einer Kirche in Nizza drei Menschen, verletzte weitere.

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Auch der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif verurteilte "den heutigen Terroranschlag in Nizza" auf das "Schärfste". Der designierte libanesische Regierungschef Saad Hariri sagte: "Alle Muslime sind aufgerufen, diese kriminelle Handlung, die nichts mit dem Islam oder dem Propheten zu tun hat, abzulehnen." Marokko rief dazu auf, "das angespannte Klima rund um die Religion zu überwinden".

Angriff sei Erinnerung an "tödliche Ideologie"

Der Angreifer war der Polizei zufolge am Donnerstag gegen neun Uhr morgens in die katholische Basilika Notre-Dame im belebten Zentrum von Nizza eingedrungen. Dort tötete der mutmaßliche Islamist einen 55-jährigen Küster und eine 60-jährige Frau mit einem Messer, das laut den Behörden 30 Zentimeter lang ist. Eine weitere Frau konnte zunächst in eine Bar flüchten, wo sie jedoch ihren Verletzungen erlag.

Der Anti-Terror-Staatsanwalt Jean-François Ricard bewertete die Messerattacke auf einer Pressekonferenz auch als Erinnerung daran, dass die "tödliche Ideologie des islamistischen Terrors noch sehr wohl existiert".

Der Extremismusforscher Peter Neumann erkennt mehrere Gründe, warum Frankreich so häufig das Ziel islamistischen Terrors ist.

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