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Frankreich : Präsidentschaftswahl: Für Macron wird es eng

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In Frankreich findet heute die erste Runde der Präsidentschaftswahlen statt. Amtsinhaber Emmanuel Macron liegt bei Umfragen vorne, doch Marine Le Pen hat zuletzt stark aufgeholt.

Heute hat die erste Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich begonnen. Der amtierende Staatschef Emmanuel Macron hofft auf eine zweite Amtszeit.

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An diesem Sonntag wird Corona in den französischen Wahlbüros einfach mal ausgeblendet. Jeder darf persönlich seinen Stimmzettel abgeben, auch wenn er oder sie mit Covid infiziert ist - in diesem Fall muss eine Maske getragen werden.

Die Behörden wollen damit verhindern, dass manche wegen der Pandemie nicht zur Wahl gehen, man rechnet ohnehin schon mit einer sehr hohen Zahl von Nichtwählern. Briefwahl ist in Frankreich nicht erlaubt.

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Noch nie wurde ein Präsident in Frankreich im ersten Wahlgang gewählt

Frankreich wählt seinen Präsidenten beziehungsweise seine Präsidentin alle fünf Jahre, traditionell in zwei Wahlgängen, die im Abstand von zwei Wochen stattfinden. Theoretisch könnte auch schon im ersten Wahlgang ein Präsident bestimmt werden, er müsste mehr als 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. Doch das hat noch nie ein Kandidat geschafft.

Frankreich - wo geht die Reise hin?
FAQ

Die wichtigsten Punkte - Wie wird in Frankreich gewählt? 

Frankreich entscheidet heute, wer das Land künftig regieren soll. Die Präsidentschaftswahl läuft allerdings anders ab, als bei uns. Ein Überblick.

Und auch diesmal ist das so gut wie ausgeschlossen. Zwölf Frauen und Männer gehen ins Rennen um das höchste Amt im Staat. Und keine(r) erreicht in den Umfragen auch nur annähernd die 50 Prozent.

Vier Kandidaten haben wohl gute Chancen

Die spannende Frage heute ist: Wer schafft es in den zweiten Wahlgang? Es gibt vier Kandidaten, die als "Favoriten" gelten.

  • Da ist zum einen der scheidende Präsident und Kandidat Macron. Er liegt in den Umfragen zwar vorn, bei 26,5 Prozent. Aber die rechtspopulistische Marine Le Pen hat in den letzten Wochen stark aufgeholt, sie liegt bei 23 Prozent.
  • Hoffnungen auf einen Einzug in die Stichwahl macht sich auch linksaußen-Kandidat Jean-Luc Mélenchon, er liegt zwar etwas abgeschlagen bei 16,5 Prozent. Er rechnet mit einem Stimmenzuwachs, weil viele Wähler des linken Spektrums noch nicht genau wissen, für wen sie stimmen wollen. Er könnte also möglicherweise die große Überraschung sein.
  • Und da ist noch der rechtsaußen-Mann Zemmour, der immer noch an seine Chancen glaubt, er liegt laut Umfragen bei neun Prozent.

Am Sonntag steht die Präsidentschaftswahl an. Die Gelbwesten-Bewegung bringt zwar keine landesweiten Proteste mehr auf die Straße, aber ihre Forderungen sind noch aktuell.

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Marine Le Pen hat dieses Mal wirklich gute Chancen

Vieles spricht dafür, dass es eine Wiederauflage des Duells Macron-Le Pen geben wird, so wie schon vor fünf Jahren. Die Chancen für Le Pen, zu gewinnen sind dieses Mal aber größer. Es ist ihr gelungen, viele der Unzufriedenen im Land für sich zu gewinnen, sie wird als volksnah empfunden, als eine, die die Sorgen der kleinen Leute ernst nimmt.

Sie kann im zweiten Wahlgang mit den Stimmen der Rechtsextremen rechnen und möglicherweise auch mit einem Teil der Linksaußen-Wähler, denn was beide Seiten eint, ist die Abneigung gegen Macron.

Frankreich entscheidet zwischen Mitte und Extrem

Doch auch Mélenchon, der radikale Linke, könnte es in die Stichwahl schaffen. Und es gibt noch ein Szenario, zwar unwahrscheinlich, aber nicht auszuschließen: Macron scheitert bereits in der ersten Runde.

Diese Wahl entscheidet über die künftige Richtung, die Frankreich einschlagen will und das hat auch Auswirkungen auf ganz Europa. Es ist eine Entscheidung zwischen der politischen Mitte und den Extremen.

Christel Haas ist Korrespondentin im ZDF-Studio Paris.

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