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Rechtspopulisten in Frankreich - Le Pen hofft auf Sieg bei den Regionalwahlen

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Das Rassemblement National von Marine Le Pen könnte bei den heutigen Regionalwahlen stärkste Kraft werden. Es wäre nicht der erste Erfolg für die Rechtspopulisten in Frankreich.

In Frankreich hat die erste Runde der Regionalwahlen begonnen. Knapp 46 Millionen Bürger sind wahlberechtigt. Es ist der letzte Stimmungstest vor der Präsidentschaftswahl 2022.

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Bei den Regional- und Départementswahlen in Frankreich hoffen die Rechtspopulisten von Marine Le Pen auf einen Sieg und Aufwind für die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr.

Die Wahllokale öffneten am Sonntagmorgen um 8 Uhr für den ersten Wahldurchgang. Le Pens Partei Rassemblement National könnte laut Umfragen stärkste Kraft werden.

So viele Franzosen wie nie könnten zu Hause bleiben

Bestimmt werden für die nächsten sechs Jahre die Ratsvertreter in 13 zentralfranzösischen Regionen sowie in 95 Départements, den kleineren Verwaltungsbezirken.

Laut Meinungsforschern könnten aber bis zu zwei Drittel der 48 Millionen Wahlberechtigten nicht zur Wahl gehen. Ein Negativ-Rekord, der den Rechtspopulisten zugute kommen könnte. Bei den Regionalwahlen vor sechs Jahren hatten sich rund 50 Prozent der Wahlberechtigten enthalten.

Le Pen will "republikanische Front" brechen

2015 hatte die Le-Pen-Partei, die damals noch Front National hieß, in der ersten Runde in einer ganzen Reihe von Regionen vorne gelegen. In der zweiten Runde unterlag sie aber regionalen Zusammenschlüssen der anderen Parteien.

Dieses Mal will Le Pen diese sogenannte republikanische Front durchbrechen. Umfragen zufolge könnte dies insbesondere in der Mittelmeerregion Provence-Alpes-Côte-d'Azur gelingen, wo die extreme Rechte seit mehr als 30 Jahren eine wichtige Rolle spielt.

Für Le Pen und die frühere Front National ihres Vaters Jean-Marie Le Pen wäre es nicht der erste Erfolg:

Le Pen will 2022 gegen Macron antreten

Le Pen will 2022 zudem als Präsidentschaftskandidatin gegen Amtsinhaber Emmanuel Macron antreten. Die Partei des Staatschefs, La République en marche, hat bei den Regionalwahlen hingegen schlechte Aussichten. Bei der letzten Abstimmung 2015 war die Partei noch nicht gegründet. Sechs Jahre später fehlt es der Partei in den Regionen weiterhin an Basis und Strukturen.

Wegen der Corona-Pandemie findet der Urnengang rund drei Monate später statt als ursprünglich geplant; in den Wahllokalen gelten Maskenpflicht und Abstandsregeln. Erste Ergebnisse sind nach Schließung der meisten Wahllokale um 18 Uhr zu erwarten. Die Stichwahlen finden am Sonntag in einer Woche statt.

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