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Regionalwahlen in Frankreich : Macron und Le Pen: Niederlagen mit Symbolwert

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Die Rechtspopulisten erhalten bei der ersten Regionalwahlrunde einen Dämpfer ebenso wie Macrons Regierungspartei. Die Mobilisierung für die zweite Runde ist in vollem Gange.

Die Nervosität in den Parteizentralen dürfte dieser Tage hoch sein, gelten doch die Regionalwahlen als Stimmungstest für das Rennen um das Präsidentenamt im kommenden Jahr. Das Duell Emmanuel Macron gegen Marine Le Pen scheint bereits ausgemacht. Doch ausgerechnet diese beiden Lager, das des Amtsinhabers sowie das seiner rechts­populistischen Herausforderin, gehen aus der ersten Runde der Regionalwahlen als Verlierer hervor.

Macron ohne starke Basis

Macrons Regierungspartei "La République en Marche" liegt weit abgeschlagen mit elf Prozent auf Platz fünf. In der nordfranzösischen Region "Hauts-de-France", der der Präsident noch vor wenigen Tagen einen medienwirksamen Besuch abgestattet hatte, schafft sie es nicht einmal mehr in die zweite Runde am kommenden Sonntag. Zwar ist Macrons Bewegung in der Fläche ohnehin kaum verankert, das Ergebnis deutet jedoch daraufhin, dass er ein Präsident ohne starke Basis ist.

Einen Dämpfer erhält auch der "Rassemblement National" von Marine Le Pen. Die Rechtspopulisten hatten sich nach Umfragen Hoffnungen auf einen Sieg in sechs der 13 Regionen gemacht, wurden aber weitgehend enttäuscht. Nur der Kandidat der südfranzösischen "PACA-Region" liegt vorn. Le Pen führt das insgesamt schwache Abschneiden vor allem auf die geringe Wahlbeteiligung zurück.

Marine Le Pen und der lokale Kandidat Steeve Briois

Regionalwahlen - Rechtsextreme in Frankreich auf Platz zwei 

Die große Frage bei den französischen Regionalwahlen: Wo landet die Partei von Marine Le Pen? Nach den ersten Hochrechnungen auf Platz zwei.

Desinteresse bei den Wählern und Wählerinnen

Tatsächlich ist die Zahl der Wähler auf ein historisches Tief gesunken: Weniger als ein Drittel der Franzosen haben an der Abstimmung teilgenommen. Als Reaktion auf die vielen Enthaltungen ruft Premierminister Jean Castex zur Wahl am kommenden Sonntag auf. "Wenn die Enthaltung gewinnt, verliert die Demokratie", schreibt er auf Twitter.

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Und so startet nun - für Runde Nummer zwei - die große Mobilisierung, bei der Le Pen ihre Wähler mit deutlichen Worten maßregelt und von einem "staatsbürgerlichen Desaster" spricht. Abkehr von radikalen Parolen hin zu einem zu einem gemäßigteren rechtskonservativen Auftreten, damit hatte die Partei zuletzt versucht zu punkten. Die Strategie scheint nicht aufzugehen. Es scheint, als würden sich die Wähler im Zweifel doch für das Original entscheiden.

Denn das konservative, bürgerliche Lager geht hingegen deutlich als stärkste Kraft aus der ersten Abstimmungsrunde hervor. Zu den Gewinnern gehört auch der als gemäßigt geltende Xavier Bertrand, der ebenfalls bei den Präsidentschaftswahlen 2022 kandidieren will. Er wähnt sich nun im Aufwind.

Abstimmung von großer symbolischer Bedeutung

Verglichen mit den Bundesländern ist der politische Einfluss der Regionen im zentralistisch organisierten Frankreich begrenzt. Sie entscheiden über Verkehrsplanung oder Bau von Schulen. Themen, die weitaus weniger Beachtung finden als nationale Fragen wie etwa die nach Sicherheit und Kriminalitätsbekämpfung im Land.

Weitaus größer hingegen ist die symbolische Bedeutung dieser Regionalwahlen. Bis morgen Abend können die Parteien nun Wahlbündnisse schmieden, um sich eine möglichst breite Unterstützung zu sichern. Die Frage ist, ob die Front gegen Rechtsaußen hält. Beim zweiten Wahlgang, der am 27. Juni stattfinden, reicht eine einfache Mehrheit.

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