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U-Boot-Streit - Frankreich ruft Botschafter zurück

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Wegen eines geplatzten U-Boot-Deals ruft Frankreich seine Botschafter aus den USA und Australien zurück. Frankreichs Außenminister Le Drian spricht von inakzeptablem Verhalten.

Aus Ärger über das geplatzte U-Boot-Geschäft mit Australien: Frankreich hat seine Botschafter aus den USA und Australien zurückgerufen.

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Frankreich ruft wegen des Streits um ein geplatztes U-Boot-Geschäft seine Botschafter aus den USA und Australien zu Konsultationen zurück. Dieser außergewöhnliche Schritt geschehe auf Wunsch von Präsident Emmanuel Macron, teilte Außenminister Jean-Yves Le Drian mit.

Die Entscheidung, den 2016 besiegelten Kauf französischer U-Boote zugunsten einer Partnerschaft mit den USA und Großbritannien zu verwerfen, stelle ein inakzeptables Verhalten zwischen Verbündeten und Partnern dar. Die Konsequenzen berührten den Kern der Allianzen und Partnerschaften Frankreichs sowie die Bedeutung des Indopazifiks für Europa.

Militärbündnis AUUKUS: Kooperation zwischen Australien (AU), dem Vereinigten Königreich (UK) und den Vereinigten Staaten (US)

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USA und Australien reagieren betroffen

Die USA und Australien zeigten sich über Frankreichs Reaktion betroffen. Washington erklärte, Frankreich sei ein wichtiger Verbündeter, man lege größten Wert auf die gemeinsamen Beziehungen, so der Sprecher des Außenministeriums, Ned Price, in einer Erklärung. Ein Sprecher des australischen Außenministeriums bedauerte in einer Erklärung ebenfalls den Abzug des französischen Botschafters.

Australien hatte am Donnerstag bekanntgemacht, sich im Rahmen einer neuen Sicherheitsallianz mit den USA und Großbritannien U-Boote mit Atomantrieb beschaffen zu wollen. Frankreich hatte darauf bereits sehr verärgert reagiert und von zerstörtem Vertrauen mit Australien gesprochen.

Die G7 wollen China mit einer Milliarden-Initiative zum Aufbau von Infrastruktur Konkurrenz machen und eine Alternative zu dem von China gestarteten Projekt der "Neuen Seidenstraße" bieten.

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Für Frankreich platzt ein Milliardendeal

Australiens Entscheidung, statt konventioneller U-Boote mit französischer Hilfe nun nuklearbetriebene U-Boote mit amerikanischer und britischer Unterstützung zu bauen, bedeutet für Frankreich den Verlust einer 56-Milliarden-Euro-Vereinbarung.

US-Präsident Joe Biden, Australiens Regierungschef Scott Morrison und der britische Premierminister Boris Johnson hatten zuvor eine neue Allianz verkündet, die sich nach Ansicht von Sicherheitsexperten eindeutig gegen die militärische Bedrohung durch China im Indopazifik richtet. Dazu gehört auch der Bau der U-Boote.

China reagiert empört auf neue Allianz

Auch China hatte empört auf den Sicherheitspakt reagiert und darauf verwiesen, dass Australien ein Staat ohne Atomwaffen sei, der jetzt plötzlich nuklear angetriebene U-Boot-Technologie mit strategischem militärischem Wert importieren könne. Dies könne andere Staaten dazu bewegen, ihr Engagement für die Nichtverbreitung von Atomwaffen infrage zu stellen.

Der Sicherheitspakt dürfte das angespannte Verhältnis zwischen den USA und China weiter belasten. Biden war mit China zuletzt bei verschiedenen Themen wie etwa Menschenrechte immer wieder aneinandergeraten.

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